Zum Inhalt springen

Berufsprofil · Medizinische Technologie

Medizinische Technologin für Radiologie (MTR). Aufgaben, Ausbildung, Gehalt.

Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie führen Röntgen-, CT- und MRT-Untersuchungen durch, setzen Bestrahlungen in der Strahlentherapie um und arbeiten in der Nuklearmedizin. Der Beruf ist durch das MT-Berufe-Gesetz geschützt; die dreijährige Ausbildung an einer Schule mit praktischen Einsätzen in Kliniken ist seit 2023 vergütet und schulgeldfrei.

Ausbildung
3 Jahre, schulischTeilzeit bis 5 Jahre, mind. 4.600 Stunden
Zugang
Mittlerer Schulabschlussoder Hauptschule plus 2-jährige Ausbildung
Abschluss
Staatliche PrüfungErlaubnis gilt als Fachkunde im Strahlenschutz
Ausbildungsvergütung
1.365–1.522 €brutto im Monat, TVAöD ab 05/2026
Mittleres Entgelt
4.670 €brutto im Monat, Vollzeit, Ende 2025
Arbeitsmarkt
EngpassberufEngpassanalyse 2025 der BA

Stand: 22. Oktober 2026 · alle Angaben mit Quellen

Medizinischer Technologe betreut eine Patientin auf der Liege eines Computertomografen

Überblick

Der Beruf im Überblick

MTR verbinden Medizintechnik, Strahlenschutz und Arbeit mit Patientinnen und Patienten in Diagnostik und Therapie.

Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie (MTR) führen bildgebende Untersuchungen technisch durch – Röntgen, Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT) und weitere Verfahren –, setzen Bestrahlungen in der Strahlentherapie um und wirken in der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie mit. Hinzu kommen physikalisch-technische Aufgaben in Dosimetrie und Strahlenschutz. [2]

Bis Ende 2022 hieß der Beruf Medizinisch-technische Radiologieassistentin bzw. -assistent (MTRA). Seit 1. Januar 2023 gilt das MT-Berufe-Gesetz (MTBG) mit der neuen Bezeichnung; Ausbildung und Prüfung regelt die MT-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (MTAPrV). Die Berufsbezeichnung darf nur mit staatlicher Erlaubnis geführt werden, die nach bestandener staatlicher Prüfung auf Antrag erteilt wird. Erlaubnisse nach dem früheren MTA-Gesetz gelten fort. [1, 4]

Typische Einsatzorte

  • Radiologische Abteilungen und Institute von Krankenhäusern und Universitätskliniken, einschließlich Notfallversorgung
  • Radiologische Praxen und Medizinische Versorgungszentren
  • Kliniken und Praxen für Strahlentherapie (Radioonkologie)
  • Abteilungen und Praxen für Nuklearmedizin
  • Angiografie- und Interventionsarbeitsplätze, etwa in der interventionellen Radiologie und Neuroradiologie
  • Hersteller von Medizintechnik, etwa als Applikationsspezialistin oder -spezialist, sowie Forschungseinrichtungen

Abgrenzung zu verwandten Berufen

Das MTBG regelt vier Berufe mit jeweils eigener Ausbildung und Erlaubnis: Laboratoriumsanalytik, Radiologie, Funktionsdiagnostik und Veterinärmedizin. [1] Röntgen dürfen in Arztpraxen auch andere Berufsgruppen – allerdings nur unter engeren Voraussetzungen.

MTR im Vergleich zu benachbarten Berufen
BerufGrundlageRolle bei Strahlenanwendungen
MT Radiologie (MTR)MTBG, 3 Jahre, staatliche PrüfungTechnische Durchführung als vorbehaltene Tätigkeit; Fachkunde im Strahlenschutz gilt mit der Erlaubnis als nachgewiesen
MFA mit RöntgenkenntnissenDuale Ausbildung, Kenntnisse im Strahlenschutz durch KursTechnische Durchführung nur unter ständiger Aufsicht und Verantwortung einer Ärztin oder eines Arztes mit Fachkunde
MT Laboratoriumsanalytik (MTL)MTBG, 3 Jahre, staatliche PrüfungKeine; vorbehalten ist die biomedizinische Analytik im Labor
MT Funktionsdiagnostik (MTF)MTBG, 3 Jahre, staatliche PrüfungKeine; vorbehalten sind Funktionsuntersuchungen etwa in Kardiologie, Pneumologie und Neurologie
Radiologin oder RadiologeApprobation und FacharztweiterbildungÄrztliche Anwendung mit Fachkunde, Befundung, Verantwortung für die Untersuchung

Quellen: §§ 1 und 5 MTBG [1, 2]; §§ 47, 49 und 145 StrlSchV [8, 10, 7]

Der Unterschied zu Medizinischen Fachangestellten mit Röntgenkenntnissen ist rechtlich klar geregelt: MTR sind in § 145 Abs. 2 StrlSchV ausdrücklich zur technischen Durchführung berechtigt. Personen mit einer sonstigen medizinischen Ausbildung – dazu zählen MFA – dürfen diese Aufgabe nur unter ständiger Aufsicht und Verantwortung einer Person mit Fachkunde übernehmen und brauchen die erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz. [7, 10] Strahlentherapie, Nuklearmedizin sowie Dosimetrie und Strahlenschutz sind darüber hinaus Teil der MTR-Vorbehaltsaufgaben. [2]

Was den Beruf ausmacht

Vier Fachgebiete

Radiologische Diagnostik, Strahlentherapie, Nuklearmedizin sowie Dosimetrie und Strahlenschutz sind gleichermaßen Gegenstand von Ausbildung und Prüfung. [2, 4]

Fachkunde mit dem Abschluss

Mit der Erlaubnis gilt die Fachkunde im Strahlenschutz als nachgewiesen; ein gesonderter Fachkundekurs ist dafür nicht nötig. [8]

Arbeit am Menschen

MTR lagern, informieren und betreuen Patientinnen und Patienten aller Altersstufen, oft in belastenden Situationen wie einer Krebstherapie. [5]

Geschützte Berufsbezeichnung

Wer die Bezeichnung ohne Erlaubnis führt, handelt ordnungswidrig; das Gesetz sieht eine Geldbuße bis zu 3.000 € vor. [1]

Aufgaben

Aufgaben und Arbeitsalltag

Der Arbeitstag reicht von der Notfall-CT über die geplante MRT bis zur täglichen Bestrahlung in der Radioonkologie.

Diagnostik und Therapie

  • Röntgen-, CT-, MRT- und weitere bildgebende Untersuchungen vorbereiten, technisch durchführen und dokumentieren
  • Untersuchungsparameter an Fragestellung und Person anpassen, Bildqualität beurteilen
  • Bestrahlungsplanung mit Bildgebung vorbereiten, Bestrahlungen am Patienten reproduzierbar umsetzen
  • Nuklearmedizinische Untersuchungen und Therapien technisch durchführen, Radiopharmaka zubereiten

Strahlenschutz und Qualität

  • Strahlenschutzmaßnahmen für Patientinnen und Patienten, Personal und Begleitpersonen planen und umsetzen
  • Dosimetrie, Konstanz- und Qualitätsprüfungen durchführen und auswerten
  • Kontrastmittel und Radiopharmaka auf ärztliche Anordnung verabreichen
  • Sicherheitsregeln bei Magnetfeldern einhalten, Notfälle erkennen und Sofortmaßnahmen einleiten

Quelle: § 5 Abs. 2 und § 10 MTBG, Anlage 2 MTAPrV [2, 1, 5]

Die Arbeitsbereiche im Einzelnen

Radiologische Diagnostik
Projektionsradiografie, Durchleuchtung, CT und MRT, je nach Einrichtung auch Mammografie und Angiografie. MTR positionieren die Patientin oder den Patienten, wählen die Untersuchungsprotokolle, überwachen Dosisparameter und klären auffällige Abweichungen in der Bildqualität mit dem ärztlichen Dienst. Grundkenntnisse im Ultraschall gehören ebenfalls zur Ausbildung. [5]
Strahlentherapie
MTR führen die Bildgebung für die Bestrahlungsplanung durch, setzen den ärztlich und medizinphysikalisch erstellten Bestrahlungsplan im Team um und sichern über viele Sitzungen hinweg eine genaue Lagerung. Auch die Unterstützung bei der Brachytherapie ist Teil des Berufsbilds. [2, 5]
Nuklearmedizin
Untersuchungen wie Szintigrafie oder PET werden mit radioaktiven Arzneimitteln durchgeführt. MTR dürfen Radiopharmaka für nuklearmedizinische Standarduntersuchungen auf ärztliche Anordnung verabreichen und kümmern sich um Bestellung, Lagerung und Entsorgung dieser Stoffe. [2, 5]
Dosimetrie und Strahlenschutz
Physikalisch-technische Messungen, Auswertung und Beurteilung der Messergebnisse, Konstanzprüfungen an Geräten und Dosismanagement. [2, 5]

Arbeitsumgebung und Arbeitszeit

MTR arbeiten an Großgeräten, an Bedienkonsolen und mit radiologischen Informations- und Bildarchivsystemen, zugleich aber unmittelbar mit Patientinnen und Patienten. In Krankenhäusern mit Notaufnahme läuft die Bildgebung rund um die Uhr; dort sind Schicht-, Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienste üblich, insbesondere für CT und konventionelles Röntgen. Strahlentherapie und Praxen arbeiten überwiegend zu regulären Tageszeiten, häufig im Zweischichtbetrieb, um Geräte lange auszulasten.

Zusammenarbeit

MTR arbeiten eng mit Radiologinnen und Radiologen, Fachärztinnen und Fachärzten für Strahlentherapie und Nuklearmedizin sowie mit Medizinphysik-Expertinnen und -Experten zusammen. Hinzu kommen Pflege, Notaufnahme, Anästhesie und – bei Interventionen – das Team im Angiografieraum. Die interprofessionelle Abstimmung ist ein eigener Kompetenzbereich der Ausbildung. [5]

Verantwortung und Belastungen

Eine falsche Einstellung, Lagerung oder Dosis kann eine Untersuchung unbrauchbar machen oder Patientinnen und Patienten unnötig belasten; in der Strahlentherapie entscheidet die genaue Reproduktion des Plans über die Wirkung. Körperlich fordern das Lagern und Umlagern, das Arbeiten mit Bleischürzen und lange Stehzeiten. Emotional belastend sind Notfälle, schwer kranke Patientinnen und Patienten und die Begleitung von Menschen mit Krebserkrankungen.

Was MTR dürfen – und was anderen vorbehalten bleibt

§ 5 Abs. 2 MTBG behält MTR vier Tätigkeitsbereiche vor: die technische Durchführung radiologischer und anderer bildgebender Diagnostik einschließlich Ergebnis- und Qualitätssicherung sowie die Verabreichung bildgebender Pharmaka auf ärztliche Anordnung; die technische Durchführung der Strahlentherapie mit Mitwirkung an der Bestrahlungsplanung; die technische Durchführung nuklearmedizinischer Diagnostik und Therapie einschließlich der Verabreichung von Radiopharmaka für Standarduntersuchungen auf ärztliche Anordnung; sowie physikalisch-technische Aufgaben in Dosimetrie und Strahlenschutz. Untersuchungen zur Erkennung oder Verlaufsbeurteilung einer Krankheit dürfen sie nur auf ärztliche Anforderung durchführen. [2]

Die Anwendung ionisierender Strahlung am Menschen selbst ist Ärztinnen und Ärzten mit Fachkunde im Strahlenschutz vorbehalten; MTR übernehmen die technische Durchführung und müssen dabei am Ort anwesend sein. [7] Ausnahmen vom Vorbehalt regelt § 6 MTBG, etwa für Personen mit einschlägigem Hochschulabschluss, für Auszubildende im Rahmen der Ausbildung oder für Personen mit sonstiger medizinischer Ausbildung unter Aufsicht und Verantwortung. Das Strahlenschutzrecht bleibt daneben voll anwendbar. [3, 2]

Ausbildung

Ausbildung und staatliche Prüfung

Drei Jahre an einer staatlich anerkannten Schule mit Einsätzen in Radiologie, Strahlentherapie und Nuklearmedizin, abgeschlossen mit staatlicher Prüfung.

Rechtsgrundlage
MT-Berufe-Gesetz (MTBG) vom 24.02.2021, in Kraft seit 01.01.2023, und MT-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (MTAPrV) vom 24.09.2021. Das Berufsbildungsgesetz findet keine Anwendung. [1, 4]
Dauer
3 Jahre in Vollzeit, in Teilzeit höchstens 5 Jahre; mindestens 4.600 Stunden, davon 2.600 Stunden theoretischer und praktischer Unterricht und 2.000 Stunden praktische Ausbildung. [1]
Lernorte
Staatlich anerkannte Schule sowie praktische Einsätze in Radiologie, Strahlentherapie und Nuklearmedizin bei geeigneten Krankenhäusern und ambulanten Einrichtungen. [1, 6]
Ausbildungsvertrag
Mit dem Träger der praktischen Ausbildung, in der Regel einem Krankenhaus. [1]
Zuständige Stelle
Die von den Ländern bestimmte Behörde, etwa Landesprüfungsamt oder Bezirksregierung; sie erteilt die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung. [1]
Abschluss
Staatliche Prüfung; danach Erlaubnis als „Medizinische Technologin für Radiologie“ bzw. „Medizinischer Technologe für Radiologie“. Mit dieser Erlaubnis gilt die Fachkunde im Strahlenschutz für die vorbehaltenen Tätigkeiten als nachgewiesen. [1, 8]

Praktische Ausbildung

Stundenverteilung der praktischen Ausbildung Radiologie (Anlage 6 Teil B MTAPrV)
EinsatzStunden
Orientierungseinsatz beim Träger der praktischen Ausbildung (Probezeit)120
Radiologie700
Strahlentherapie400
Nuklearmedizin300
Interprofessionelles Praktikum, davon mindestens 80 Stunden in der Pflege160
Zur freien Verteilung320
Gesamt2.000

Quelle: Anlage 6 Teil B MTAPrV [6]; zum interprofessionellen Praktikum mit grundpflegerischen Aufgaben § 5 MTAPrV [4]

Mindestens 15 Prozent der praktischen Ausbildungszeit sind als Praxisanleitung zu gestalten; bis Ende 2030 dürfen die Länder einen geringeren Anteil von mindestens 10 Prozent festlegen. [1] Praxisanleitende benötigen die Erlaubnis im Beruf, Berufserfahrung und eine berufspädagogische Zusatzqualifikation; die strahlenschutzrechtlichen Anforderungen an die Aufsicht über Auszubildende bleiben unberührt. [4] Auszubildende dürfen Strahlung nur bei ihnen übertragenen Aufgaben unter ständiger Aufsicht einer Person mit Fachkunde anwenden und brauchen die erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz. [7]

Staatliche Prüfung

  1. Schriftlicher Teil

    Zwei Aufsichtsarbeiten: 240 Minuten mit Schwerpunkt auf Diagnostik, Nuklearmedizin und Therapie – mit mindestens je einer Aufgabe aus bildgebender Diagnostik, Strahlentherapie und Nuklearmedizin – sowie 120 Minuten mit Schwerpunkt Strahlenschutz, Personensicherheit und Qualitätsmanagement. [4]

  2. Mündlicher Teil

    Bearbeitung einer komplexen Fallsituation mit Schwerpunkt auf Kommunikation, Zusammenarbeit und beruflichem Handeln; 30 bis 45 Minuten je Person. [4]

  3. Praktischer Teil

    Vier Prüfungsteile: zwei Aufgaben aus der radiologischen Diagnostik und anderen bildgebenden Verfahren, eine Aufgabe aus der Strahlentherapie mit Fallvorstellung zur Umsetzung eines Bestrahlungsplans, eine Aufgabe aus der Nuklearmedizin und eine aus Dosimetrie und Strahlenschutz. Ohne Vorbereitung und Reflexionsgespräche dauert der praktische Teil höchstens 420 Minuten. [4]

  4. Bewertung

    Im praktischen Teil zählt die Diagnostik doppelt; die Note setzt sich zu 75 Prozent aus der Prüfungsleistung und zu 25 Prozent aus der Vornote zusammen. Jeder Prüfungsteil kann einmal wiederholt werden. [4]

Zugangsvoraussetzungen

Gesetzlich verlangt § 14 MTBG einen mittleren Schulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss – alternativ einen Hauptschulabschluss oder gleichwertigen Abschluss zusammen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung von mindestens zwei Jahren Regeldauer. Hinzu kommen Zuverlässigkeit, gesundheitliche Eignung und die für die Ausbildung erforderlichen Deutschkenntnisse. [1] In der Praxis wählen Schulen und Krankenhäuser nach eigenen Verfahren aus; Kenntnisse in Physik, Mathematik und Biologie erleichtern den Einstieg.

Anrechnung und Teilzeit

  • Teilzeit: Die Ausbildung kann in Teilzeit absolviert werden und dauert dann höchstens fünf Jahre (§ 13 MTBG). [1]
  • Anrechnung: Auf Antrag rechnet die zuständige Behörde gleichwertige Ausbildungen oder Ausbildungsteile an, höchstens im Umfang von zwei Dritteln der Ausbildungsdauer (§ 15 MTBG). Das ist etwa für Personen mit abgeschlossener MT-Ausbildung in einem anderen Fachgebiet relevant. [1]

Ausbildungsvergütung und Schulgeld

Seit 2023 besteht ein Anspruch auf eine angemessene monatliche Ausbildungsvergütung durch den Träger der praktischen Ausbildung (§ 34 MTBG). Vereinbarungen über Schulgeld oder Entschädigungen für die Ausbildung sind nichtig (§ 41 Abs. 3 Nr. 1 MTBG). [1] Im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen gilt der TVAöD; seit 1. Mai 2026 beträgt das Ausbildungsentgelt dort 1.365,24 € im ersten, 1.425,30 € im zweiten und 1.522,03 € im dritten Ausbildungsjahr (Details unter Gehalt). [11, 12]

Reform 2023: Was sich geändert hat

Mit dem MT-Berufe-Gesetz wurde die frühere MTRA-Ausbildung zum 1. Januar 2023 neu geordnet: neue Berufsbezeichnung, gesetzlich festgelegte vorbehaltene Tätigkeiten, kompetenzorientierte Ausbildungsziele, ein Mindestumfang von 4.600 Stunden, verpflichtende Praxisanleitung, Anspruch auf Ausbildungsvergütung und Abschaffung des Schulgelds. Wer bereits eine Erlaubnis nach dem früheren MTA-Gesetz hat, behält sie; sie gilt als Erlaubnis nach dem MTBG (§ 71 MTBG). [1, 2]

Gehalt

Gehalt und Verdienstmöglichkeiten

Die Ausbildung ist vergütet; nach dem Abschluss liegt das mittlere Entgelt über dem Durchschnitt aller Berufe.

1.365 €
Ausbildungsentgelt 1. Jahr
TVAöD, ab 01.05.2026, brutto im Monat; 3. Jahr 1.522 €
4.670 €
Median laut BA
Vollzeit, Fachkraftniveau, inkl. Sonderzahlungen, Stichtag 31.12.2025
5.431 €
Oberes Quartil
ein Viertel verdient mehr; unteres Quartil 3.933 €

Quellen: TVAöD-BT Pflege, § 8 Abs. 2 [12]; Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgattung 81232 [13]

Ausbildungsentgelt nach TVAöD

Der TVAöD führt die MT-Ausbildung unter den Gesundheitsberufen nach § 1 Abs. 1 Buchst. c des Allgemeinen Teils; für diese Gruppe gelten die Beträge nach § 8 Abs. 2 des Besonderen Teils Pflege. [11, 12]

Monatliches Ausbildungsentgelt (brutto) nach TVAöD-BT Pflege, § 8 Abs. 2
Ausbildungsjahrab 01.04.2025ab 01.05.2026
1. Jahr1.290,24 €1.365,24 €
2. Jahr1.350,30 €1.425,30 €
3. Jahr1.447,03 €1.522,03 €

Gilt bei Tarifbindung im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Quelle: VKA, Lesefassung Stand 01.07.2025 [12]

Der Tarifvertrag sieht außerdem 30 Ausbildungstage Urlaub bei einer Fünf-Tage-Woche vor, im zweiten und dritten Jahr bei Schichtdienst einen zusätzlichen Tag, sowie eine Jahressonderzahlung von 90 Prozent des durchschnittlichen Entgelts der Monate August bis Oktober. [12] Bei Trägern ohne diesen Tarif – etwa Universitätskliniken der Länder, kirchlichen oder privaten Häusern – gelten eigene Tarifverträge oder Arbeitsvertragsrichtlinien; angemessen muss die Vergütung in jedem Fall sein. [1]

Gehalt nach der Ausbildung

In tarifgebundenen Krankenhäusern richtet sich das Gehalt nach der Entgeltordnung des jeweiligen Tarifvertrags, etwa TVöD, TV-L oder kirchlicher Arbeitsvertragsrichtlinien. Maßgeblich für die Eingruppierung sind die dauerhaft übertragenen Tätigkeiten; Spezialaufgaben, Leitungsfunktionen oder Praxisanleitung können eine höhere Entgeltgruppe begründen. Innerhalb der Entgeltgruppe steigt das Gehalt mit den Berufsjahren in Stufen. In der Radiologie mit Rund-um-die-Uhr-Betrieb kommen Zeitzuschläge sowie Vergütungen für Bereitschafts- und Rufbereitschaftsdienste hinzu. In radiologischen Praxen und in der Industrie wird das Gehalt meist frei vereinbart.

Was die Statistik zeigt

Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit lag das mittlere Bruttomonatsentgelt (Median) in der Berufsgattung 81232 zum 31.12.2025 bei 4.670 €. Ein Viertel verdiente weniger als 3.933 €, ein Viertel mehr als 5.431 €. Grundlage sind 13.803 sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte auf Fachkraftniveau ohne Auszubildende; Sonderzahlungen sind anteilig enthalten. [13] Der Berufsgattung sind die Fachkräfte der Radiologie und Nuklearmedizin zugeordnet, darunter MTR. [15, 16] Damit liegt der Median über dem aller Berufe (4.217 €) und über den Werten der benachbarten MT-Berufe. [14, 13]

  • 81232 Radiologie (MTR)4.670 €
  • 81222 Funktionsdiagnostik4.265 €
  • 81212 Med.-techn. Laboratorium4.259 €
  • Alle Berufe4.217 €
  • 81102 Medizinische Fachangestellte3.329 €
Median des Bruttomonatsentgelts, Vollzeit, Fachkraftniveau, Stichtag 31.12.2025. Quellen: Entgeltatlas [13]; Analyse zur Entgeltstatistik [14]

Tarif und Statistik unterscheiden sich

Tariftabellen zeigen Monatswerte für eine Entgeltgruppe und Stufe, meist ohne Zuschläge und Jahressonderzahlung. Der Entgeltatlas bildet dagegen alle Vollzeitbeschäftigten der Berufsgattung bundesweit ab – mit und ohne Tarifbindung, in Klinik, Praxis und Industrie – und rechnet Sonderzahlungen ein. [13]

Was das Gehalt beeinflusst

  • Arbeitgeber und Tarifbindung: öffentlicher Dienst, kirchliche Träger, private Klinikketten, radiologische Praxen und Praxisverbünde, Medizintechnikindustrie
  • Dienste: Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienste in der Klinikradiologie
  • Berufsjahre: Stufenaufstiege in tariflichen Entgelttabellen
  • Spezialisierung und Verantwortung: etwa MRT, CT, Interventionen, Dosismanagement, Praxisanleitung oder leitende Funktion
  • Region: Lohnniveau und Konkurrenz um Fachkräfte unterscheiden sich regional

Karriere

Karriere und Weiterbildung

Neben der Pflicht zur Aktualisierung der Fachkunde eröffnen Spezialisierungen, Praxisanleitung und Leitungsfunktionen Perspektiven.

Pflicht: Fachkunde aktuell halten

Die Fachkunde im Strahlenschutz muss nach § 48 StrlSchV mindestens alle fünf Jahre durch einen von der zuständigen Stelle anerkannten Kurs oder eine als geeignet anerkannte Fortbildung aktualisiert werden; der Nachweis ist auf Verlangen vorzulegen. [9] Für MTR gilt die Fachkunde mit der Erlaubnis als nachgewiesen. [8] Arbeitgeber organisieren die Aktualisierungskurse häufig gemeinsam mit anerkannten Kursanbietern; wer die Frist versäumt, riskiert, nicht mehr eigenständig an Strahlenanwendungen mitwirken zu dürfen.

Spezialisierung

Bundesweit einheitliche staatliche Fachweiterbildungen für MTR gibt es nicht; das MTBG regelt nur die Ausbildung. [1] Ein verbreiteter Anbieter ist das Deutsche Institut zur Weiterbildung für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin (DIW-MTA). Sein Fachbereich Radiologietechnologie ist dreistufig aufgebaut: Spezialisierung, darauf aufbauend Fachtechnologin oder Fachtechnologe und schließlich Expertin oder Experte für Radiologietechnologie. [19, 20]

Weiterbildungen des DIW-MTA für MTR (Auswahl, Stand 2026)
WeiterbildungSchwerpunktUmfang
Spezialisierung MRTMagnetresonanztomografie, u. a. MR-Sicherheit150 Std.
Spezialisierung CTComputertomografie, u. a. Dosismanagement140 Std.
Spezialisierung Interventionelle RadiologieInterventionsangiografie140 Std.
Spezialisierung Dosismanagement und QualitätskontrolleQualitätssicherung, Konstanzprüfungen140 Std.
Spezialisierung RadioonkologieStrahlentherapie mit Schwerpunkt Teletherapie140 Std.
Radiologische FachtechnologieQualitätsmanagement oder IT-Management, aufbauend auf einer Spezialisierung160 Std.
Experte/Expertin für RadiologietechnologieBetriebswirtschaft, Berufspädagogik oder Praxisanleitung300 Std.

Spezialisierungen berufsbegleitend mit Online-Klausur; Zugang mit Erlaubnis als MTR oder gleichwertiger Qualifikation; Paketpreise 2026 je nach Mitgliedschaft rund 1.500 bis 1.900 €. Quellen: DIW-MTA [19, 20]

Was rechtlich zählt

Weiterbildungszertifikate erweitern die fachliche Qualifikation, ändern aber nichts an der Erlaubnis: Die vorbehaltenen Tätigkeiten ergeben sich allein aus dem MTBG, die Berechtigung zur technischen Durchführung aus dem Strahlenschutzrecht. [2, 7] Ob ein Zertifikat zu einer höheren Eingruppierung führt, hängt vom Tarifvertrag und von der tatsächlich übertragenen Tätigkeit ab.

Praxisanleitung und Lehre

Mit dem MTBG ist die Praxisanleitung verpflichtender Teil der Ausbildung. MTR können nach Berufserfahrung und einer berufspädagogischen Zusatzqualifikation Auszubildende anleiten. [1, 4] Für die Lehre an MT-Schulen bietet das DIW-MTA die Wahlfachrichtung Berufspädagogik an. [19]

Studium

In Deutschland ist die MTR-Ausbildung eine Berufsausbildung, kein Studium. Wer sich akademisch weiterqualifizieren möchte, findet unter anderem Angebote im benachbarten Ausland, wo Radiologietechnologie als Hochschulstudium organisiert ist; das DIW-MTA verweist etwa auf einen Masterlehrgang „Radiological Technologies“ der fh gesundheit in Tirol. [19] Darüber hinaus kommen Studiengänge in Medizinphysik, Medizintechnik, Gesundheitsmanagement oder Medizinpädagogik in Betracht; Zugangsvoraussetzungen und Anrechnung legt die jeweilige Hochschule fest.

Leitungsfunktionen

Mit Erfahrung übernehmen MTR die Leitung eines Gerätebereichs oder die leitende Funktion in einer radiologischen, strahlentherapeutischen oder nuklearmedizinischen Abteilung, das Qualitäts- oder Dosismanagement oder die Koordination der Ausbildung. Für die betriebswirtschaftliche Seite gibt es eigene Weiterbildungen. [20]

Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt und Jobchancen

MTR zählen laut Bundesagentur für Arbeit zu den Engpassberufen.

≥ 2,0
Engpass-Bewertung
Med.-techn. Berufe Radiologie, Fachkraft (KldB 81232), Engpassanalyse 2025; ab 2,0 Engpassberuf
13.803
Vollzeitbeschäftigte
Berufsgattung 81232, Fachkraftniveau, ohne Auszubildende, 31.12.2025
+20 %
Beschäftigungsplus 2015–2020
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, KldB 81232, jeweils 30. Juni

Quellen: BT-Drucksache 21/7546 mit Daten der BA-Statistik [16]; Entgeltatlas [13]

Engpassberuf

In der Fachkräfteengpassanalyse 2025 der Bundesagentur für Arbeit erreicht die Berufsgattung „Medizinisch-technische Berufe in der Radiologie – Fachkraft“ eine Engpassbewertung von mindestens 2,0 und zählt damit zu den Engpassberufen. [16] Insgesamt stuft die Analyse 157 Berufe als Engpassberufe ein; Pflege- und Gesundheitsberufe gehören weiterhin zu den Bereichen mit den stärksten Engpässen. [17] Für ausgebildete MTR bedeutet das in der Regel eine gute Auswahl an Stellen – regional, nach Fachgebiet und je nach Bereitschaft zu Diensten unterschiedlich.

Beschäftigung

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Berufsgattung stieg von 19.626 im Juni 2015 auf 23.635 im Juni 2020; der Anteil ausländischer Beschäftigter wuchs im selben Zeitraum von 3,4 auf 6,0 Prozent. Wegen Umgruppierungen in der Klassifikation der Berufe sind spätere Werte damit nur eingeschränkt vergleichbar. [16] Der Entgeltatlas weist für Ende 2025 rund 13.800 Vollzeitbeschäftigte auf Fachkraftniveau aus; Teilzeitkräfte sind darin nicht enthalten. [13]

Wo MTR arbeiten

Hauptarbeitgeber sind Krankenhäuser aller Versorgungsstufen sowie radiologische, strahlentherapeutische und nuklearmedizinische Praxen und Medizinische Versorgungszentren. Daneben beschäftigen Medizintechnikhersteller, Forschungseinrichtungen und Personaldienstleister MTR.

Entwicklungen

  • Mehr Schnittbildgebung: CT und MRT sind in der Ausbildung als eigene Verfahren verankert; Spezialisierungen für diese Verfahren werden berufsbegleitend angeboten. [5, 20]
  • Dosismanagement und Qualität: Dosisüberwachung, Konstanzprüfungen und Qualitäts- und Risikomanagement sind Teil des Kompetenzprofils und der Prüfung. [5, 4]
  • Digitalisierung: Grundlagen von IT und künstlicher Intelligenz sind Kernmodul der Spezialisierungen des DIW-MTA. [20]
  • Attraktivere Ausbildung: Ausbildungsvergütung und Schulgeldfreiheit seit 2023 sollen den Zugang erleichtern. [1]
  • Internationale Fachkräfte: Der Anteil ausländischer Beschäftigter ist gestiegen; die Anerkennung ist im MTBG eigenständig geregelt. [16, 1]

Eignung

Für wen eignet sich der Beruf?

Gefragt sind technisches Verständnis, Genauigkeit und der Wille, Menschen in oft belastenden Situationen zu begleiten.

Interessen

  • Medizin, Anatomie und Physik
  • Arbeit mit Hightech-Geräten und Software
  • Direkter Kontakt mit Patientinnen und Patienten

Fähigkeiten im Alltag

  • Räumliches Vorstellungsvermögen für Lagerung und Schnittbilder
  • Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein im Strahlenschutz
  • Einfühlungsvermögen bei ängstlichen oder schwer kranken Menschen
  • Ruhe in Notfällen, etwa im Schockraum

Realistisch zu erwarten

  • Schicht- und Bereitschaftsdienste in Kliniken
  • Körperliche Arbeit beim Lagern, Arbeiten mit Schutzkleidung
  • Regelmäßige Aktualisierung der Fachkunde
  • Vergütete Ausbildung ohne Schulgeld

Ein Praktikum oder eine Hospitation in einer radiologischen Abteilung oder Strahlentherapie zeigt am besten, ob der Arbeitsalltag passt. Viele MT-Schulen bieten Informationstage an. Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit unterstützt kostenfrei bei der Berufswahl.

Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit

Zugang

Zugang, Anerkennung und beruflicher Wechsel

Neben der regulären Ausbildung führen die Anrechnung von Vorqualifikationen und die Anerkennung ausländischer Abschlüsse in den Beruf.

Einstieg über die Ausbildung
Der reguläre Weg ist die dreijährige Ausbildung an einer staatlich anerkannten Schule mit Ausbildungsvertrag beim Träger der praktischen Ausbildung. Bewerbungen richten sich je nach Modell an die Schule oder an das Krankenhaus. [1]
Mit Vorqualifikation
Gleichwertige Ausbildungen oder Ausbildungsteile können auf Antrag bis zu zwei Dritteln angerechnet werden; die Entscheidung trifft die zuständige Behörde im Einzelfall. [1] Ohne Erlaubnis dürfen Fachkräfte mit anderer Ausbildung vorbehaltene Tätigkeiten nur im Rahmen von § 6 MTBG und des Strahlenschutzrechts ausüben. [3, 7]
Umschulung
Ob eine Umschulung gefördert werden kann, klären Agentur für Arbeit oder Jobcenter im Einzelfall. Wegen der gesetzlichen Ausbildungsvergütung ist die Ausbildung auch für Berufswechsler finanziell besser planbar als vor 2023. [1]
Ausländischer Abschluss
Die zuständige Landesbehörde prüft die Gleichwertigkeit (§§ 46 ff. MTBG). Wesentliche Unterschiede können durch Berufserfahrung oder lebenslanges Lernen ausgeglichen werden; sonst ist eine Ausgleichsmaßnahme nötig: bei Abschlüssen aus Drittstaaten nach Wahl eine Kenntnisprüfung oder ein Anpassungslehrgang, bei Abschlüssen aus EU, EWR und Schweiz eine Eignungsprüfung oder ein Anpassungslehrgang von höchstens drei Jahren. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Erlaubnis zur partiellen Berufsausübung möglich (§ 53 MTBG). [1] In Nordrhein-Westfalen stellt die Bezirksregierung Münster die Gleichwertigkeit fest; verlangt werden unter anderem Deutschkenntnisse auf Niveau B2 einschließlich Fachsprache, die Verwaltungsgebühr für die Erlaubnis beträgt dort 60 €. [18] Eine im Ausland erworbene Strahlenschutzqualifikation kann ganz oder teilweise anerkannt werden, wenn sie vergleichbar ist. [8]

Anerkennungs-Finder „Anerkennung in Deutschland“

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Beruf

Kurz beantwortet – ausführlicher in den Abschnitten oben.

Wie lange dauert die Ausbildung zur MTR?

Die Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre, in Teilzeit höchstens fünf Jahre. Sie umfasst mindestens 4.600 Stunden, davon 2.000 Stunden praktische Ausbildung in Radiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin und einem interprofessionellen Praktikum, und endet mit einer staatlichen Prüfung. [1, 6]

Welchen Schulabschluss braucht man für die MTR-Ausbildung?

Erforderlich ist ein mittlerer Schulabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss. Alternativ genügt ein Hauptschulabschluss zusammen mit einer abgeschlossenen, mindestens zweijährigen Berufsausbildung. [1]

Bekommt man in der MTR-Ausbildung Geld und muss man Schulgeld zahlen?

Seit 2023 besteht ein gesetzlicher Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung, Schulgeld darf nicht mehr verlangt werden. Nach TVAöD erhalten Auszubildende seit Mai 2026 zwischen 1.365,24 € im ersten und 1.522,03 € im dritten Ausbildungsjahr. [1, 12]

Was verdient eine MTR?

Der Median für Vollzeitbeschäftigte in der Berufsgattung der medizinisch-technischen Berufe in der Radiologie lag Ende 2025 laut Bundesagentur für Arbeit bei 4.670 € brutto im Monat; die mittlere Hälfte verdiente zwischen 3.933 € und 5.431 €. [13]

Ist MTR dasselbe wie MTRA?

Ja, im Kern. MTR ist die seit 1. Januar 2023 geltende Bezeichnung für die frühere Medizinisch-technische Radiologieassistenz (MTRA). Erlaubnisse nach dem alten MTA-Gesetz gelten als Erlaubnis nach dem MT-Berufe-Gesetz fort. [1]

Dürfen auch MFA röntgen?

Medizinische Fachangestellte dürfen Röntgenaufnahmen technisch durchführen, wenn sie die erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz besitzen und unter ständiger Aufsicht und Verantwortung einer Ärztin oder eines Arztes mit Fachkunde arbeiten. MTR sind dagegen aufgrund ihrer Erlaubnis selbst zur technischen Durchführung berechtigt und dürfen auch in Strahlentherapie und Nuklearmedizin tätig sein. [7, 10, 2]

Müssen MTR ihre Fachkunde im Strahlenschutz erneuern?

Die Fachkunde gilt für MTR mit der Erlaubnis als nachgewiesen. Nach § 48 StrlSchV muss die Fachkunde im Strahlenschutz mindestens alle fünf Jahre durch einen anerkannten Kurs oder eine anerkannte Fortbildung aktualisiert werden. [8, 9]

Wird ein ausländischer Abschluss als MTR anerkannt?

Die zuständige Landesbehörde prüft die Gleichwertigkeit. Bei wesentlichen Unterschieden sind je nach Herkunftsland eine Kenntnis- oder Eignungsprüfung oder ein Anpassungslehrgang möglich; in der Regel werden Deutschkenntnisse auf Niveau B2 einschließlich Fachsprache verlangt. [1, 18]

Stellenangebote

Stellen für MTR bei DocJob24.

DocJob24 veröffentlicht ausschließlich Stellen aus dem Gesundheitswesen – bei geprüften Arbeitgebern.

Aktuelle Stellen für MTR finden Sie in der Berufsgruppe „Medizinische Technologie“. Mit einem kostenlosen Bewerberprofil können Arbeitgeber Sie außerdem direkt finden – Name und Kontaktdaten sehen sie erst, wenn Sie sich bewerben.

Verwandte Berufe im Verzeichnis

Quellen

Stand aller Angaben: 22. Oktober 2026. Maßgeblich sind die jeweils geltenden Rechtsvorschriften, Tarifverträge und Regelungen der zuständigen Stellen.

20 Quellen
  1. Gesetz über die Berufe in der medizinischen Technologie (MT-Berufe-Gesetz – MTBG) vom 24.02.2021 (BGBl. I S. 274), in Kraft seit 01.01.2023, insbesondere §§ 1, 7, 10, 13–15, 34, 41, 46–53, 70, 71 und 76. Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  2. MT-Berufe-Gesetz, § 5 Vorbehaltene Tätigkeiten für Medizinische Technologinnen und Medizinische Technologen. Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  3. MT-Berufe-Gesetz, § 6 Ausnahmen von den vorbehaltenen Tätigkeiten. Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  4. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Medizinische Technologinnen und Medizinische Technologen (MTAPrV) vom 24.09.2021 (BGBl. I S. 4467), insbesondere §§ 5, 8, 28, 35, 37, 40, 41, 45, 48, 50, 53 und 54. Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  5. MTAPrV, Anlage 2: Kompetenzen für die staatliche Prüfung der Medizinischen Technologinnen und Technologen für Radiologie. Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  6. MTAPrV, Anlage 6: Stundenverteilung der praktischen Ausbildung, Teil B Radiologie. Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  7. Strahlenschutzverordnung (StrlSchV), § 145 Berechtigte Personen bei der Anwendung am Menschen. Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  8. Strahlenschutzverordnung (StrlSchV), § 47 Erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz. Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  9. Strahlenschutzverordnung (StrlSchV), § 48 Aktualisierung der Fachkunde. Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  10. Strahlenschutzverordnung (StrlSchV), § 49 Erforderliche Kenntnisse im Strahlenschutz bei der Anwendung am Menschen und am Tier in der Tierheilkunde. Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  11. Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD) – Allgemeiner Teil, Fassung des Änderungstarifvertrags Nr. 14 vom 06.04.2025, Stand 01.08.2025, § 1 Abs. 1. Lesefassung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), veröffentlicht von den Knappschaft Kliniken, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  12. TVAöD – Besonderer Teil Pflege, Fassung des Änderungstarifvertrags Nr. 18 vom 06.04.2025, Stand 01.07.2025, §§ 8, 9 und 14. Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Lesefassung, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  13. Entgeltatlas. Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 31.12.2025, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  14. Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt – Analyse zur Entgeltstatistik 2025. Bundesagentur für Arbeit, Statistik, Oktober 2026 (Stichtag 31.12.2025), abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  15. Schlüsselverzeichnis für die Angaben zur Tätigkeit 2010 (Klassifikation der Berufe 2010), alphabetisches Verzeichnis der Berufsbenennungen. Bundesagentur für Arbeit, Stand 02/2025, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  16. Antwort der Bundesregierung „Ausländische Beschäftigte in Engpassberufen“ auf die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke, Drucksache 21/7546, Anhang Tabelle 2. Deutscher Bundestag, 10.08.2026, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  17. Fachkräfte bleiben knapp: Zuwanderung gewinnt weiter an Bedeutung (BA-Presseinfo Nr. 32) zur Fachkräfteengpassanalyse 2025. Bundesagentur für Arbeit, 02.09.2026, über news aktuell/presseportal.de, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  18. Merkblatt: Erteilung der Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung in den MT-Berufen auf Grundlage einer ausländischen Berufsqualifikation. Bezirksregierung Köln, Stand 09.07.2025, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  19. Fachbereich Radiologietechnologie: Spezialisierungen, Fachqualifikationen und Experte für Radiologietechnologie. Deutsches Institut zur Weiterbildung für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin e.V. (DIW-MTA), abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  20. Spezialisierungen Radiologietechnologie 2026 (Jahresbroschüre). DIW-MTA, 2026, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle

Bei DocJob24 anmelden