- Patientenversorgung
- Dokumentation
- Zusammenarbeit im Team
Bewerbungshilfe
Bewerbung im Gesundheitswesen Schritt für Schritt vorbereitet.
Lebenslauf, Anschreiben, Vorstellungsgespräch: Prüfen Sie Ihre Unterlagen mit dem Bewerbungs-Check und nutzen Sie konkrete Hinweise für Pflege, Praxis, Klinik und Therapie.
- Kostenlos und ohne Anmeldung
- Ihre Angaben bleiben in Ihrem Browser
- Für Gesundheitsberufe von Pflege bis Labor

- Patientenversorgung
- Grund- und Behandlungspflege, Nachsorge nach Herzkatheter
- Praxisanleitung für Auszubildende
Themen
Hilfe für jede Phase Ihrer Bewerbung.
Wählen Sie, wobei Sie Unterstützung brauchen – oder starten Sie mit dem Bewerbungs-Check. Er zeigt Ihnen, welche Punkte noch offen sind.
Unterlagen
Ihre Situation
Bewerbungs-Check
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Beantworten Sie bis zu zehn kurze Fragen. Sie sehen sofort, welche Punkte erledigt sind, und erhalten konkrete nächste Schritte. Ihre Antworten werden nicht gespeichert.
Frage 1 von 10
Wie bewerben Sie sich?
Davon hängt ab, ob das Anschreiben zur Checkliste gehört.
Ihre Antworten bleiben in Ihrem Browser.
Ihre Checkliste für die Bewerbung
Gehen Sie die Punkte vor dem Absenden durch.
- Lebenslauf aktuellAktuelle Tätigkeit, Kontaktdaten und alle Stationen mit Monat und Jahr.
- Aufgaben konkret beschriebenEinrichtung, Fachbereich und Schwerpunkte – bei Berufseinsteigern die Praxiseinsätze.
- Abschluss und Qualifikationen vollständigBerufsabschluss, falls erforderlich Anerkennung oder Erlaubnis, Fort- und Weiterbildungen mit Jahr.
- Auf die Stelle zugeschnittenAnforderungen der Anzeige mit Ihren Erfahrungen abgeglichen.
- Anschreiben mit Bezug zur EinrichtungNur bei Bewerbungen mit Anschreiben: Motivation und Belege, höchstens eine Seite.
- Form und Rechtschreibung geprüftFehlerfrei, einheitlich, eine PDF-Datei mit eindeutigem Namen.
- Rahmenbedingungen geklärtEintrittstermin, Arbeitszeit und – falls verlangt – Gehaltsvorstellung.
- Gespräch vorbereitetEinrichtung recherchiert, Werdegang in zwei Minuten erklärt, eigene Fragen notiert.
Der Punktwert zeigt, wie viele Punkte Ihrer Checkliste erledigt sind. Er bewertet weder Ihre Qualifikation noch Ihre Chancen bei einem Arbeitgeber.
Lebenslauf
Ein Lebenslauf, der Ihre Praxis zeigt.
Arbeitgeber im Gesundheitswesen lesen den Lebenslauf meist zuerst. Entscheidend ist, dass Fachbereich, Verantwortung und Qualifikationen auf einen Blick erkennbar sind. So sieht derselbe Eintrag vorher und nachher aus:
- Grund- und Behandlungspflege, Vor- und Nachsorge bei Herzkatheteruntersuchungen3
- Pflegedokumentation im Krankenhausinformationssystem, Pflegeplanung
- Praxisanleitung von Auszubildenden (Weiterbildung 2022)4
- Zeitraum mit MonatDauer und Übergänge sind auf einen Blick erkennbar.
- Bezeichnung laut Urkunde„Krankenschwester“ ist oft nicht die offizielle Bezeichnung. Nennen Sie die aus Ihrer Urkunde und den Fachbereich.
- Aufgaben statt OberbegriffeSchwerpunkte zeigen, was Sie können – „Patientenversorgung“ sagt wenig.
- Zusatzaufgabe mit QualifikationWeiterbildungen wie die Praxisanleitung sind oft ein Auswahlkriterium.
- Empfang
- Labor
- Abrechnung
- Blutentnahmen, EKG, Lungenfunktion und Impfmanagement3
- Quartalsabrechnung nach EBM, Privatabrechnung nach GOÄ
- Fortbildung VERAH (2022), Betreuung chronisch kranker Patientinnen und Patienten4
- Zeitraum mit MonatAuch das Ende einer Station wird genau angegeben.
- Aktuelle BerufsbezeichnungSeit 2006 heißt der Ausbildungsberuf Medizinische Fachangestellte. Die Praxisform zeigt Ihr Umfeld.
- Tätigkeiten konkret„Labor“ wird zu Blutentnahme, EKG und Lungenfunktion – genau das suchen Praxen.
- Fortbildung mit JahrVERAH, NäPa oder Fachwirt-Abschlüsse gehören sichtbar in den Lebenslauf.
- Behandlung von Patienten
- Hausbesuche
- Nachbehandlung nach Knie- und Hüftendoprothesen3
- Manuelle Therapie und Manuelle Lymphdrainage (Zertifikate 2021 und 2022)4
- Hausbesuche in Pflegeeinrichtungen
- Zeitraum mit MonatDauer und Übergänge sind auf einen Blick erkennbar.
- Schwerpunkt der PraxisDas Umfeld zeigt, welche Krankheitsbilder Sie kennen.
- Behandlungsschwerpunkt konkretKonkrete Indikationen statt „Behandlung von Patienten“.
- Zertifikate mit JahrManuelle Therapie oder Lymphdrainage sind abrechnungsrelevant – Praxen achten darauf.
Alle Beispiele sind frei erfunden. Namen von Personen und Einrichtungen sind Platzhalter.
Was gehört hinein?
- Kontaktdaten: Name, Telefon, E-Mail-Adresse
- Berufserfahrung, die aktuelle Station zuerst
- Ausbildung oder Studium mit Abschluss
- Fort- und Weiterbildungen
- Kenntnisse: Software, Geräte, Sprachen mit Niveau
Foto, Geburtsdatum und Familienstand sind freiwillige Angaben.
Berufserfahrung verständlich darstellen
Pro Station: Zeitraum mit Monat, Berufsbezeichnung, Einrichtung und Fachbereich, dazu drei bis fünf Schwerpunkte. Größenangaben wie Bettenzahl, Praxisgröße oder Patientenaufkommen machen Ihre Verantwortung greifbar.
Mit Lücken umgehen
Benennen Sie längere Unterbrechungen kurz und sachlich, etwa Elternzeit, Pflege von Angehörigen, Weiterbildung oder Neuorientierung. Gesundheitliche Details müssen Sie nicht angeben. Kurze Übergänge zwischen zwei Stellen brauchen in der Regel keine Erklärung.
Fortbildungen und Zusatzqualifikationen
Führen Sie sie in einer eigenen Rubrik mit Jahr und Abschluss auf – die für die Stelle wichtigsten zuerst, zum Beispiel Fachweiterbildung, Praxisanleitung oder Zertifikate. Regelmäßige Pflichtschulungen wie Hygiene oder Reanimation können Sie in einer Zeile bündeln.
Häufige Fehler
- Veraltete Berufsbezeichnungen
- Aufgabenlisten ohne Fachbereich und Einrichtung
- Jahreszahlen ohne Monat
- Uneinheitliche Schriften und Abstände
- Dateinamen wie „lebenslauf_neu2.pdf“
Besonders gefragt im Gesundheitswesen
- Anerkennung oder Erlaubnis, sofern Ihr Beruf das voraussetzt
- Fachbereiche und Versorgungsformen, in denen Sie gearbeitet haben
- Dokumentations- und Praxissoftware
- Hygiene- und Qualitätsstandards, mit denen Sie vertraut sind
Lebenslauf einmal hinterlegen – bei jeder Bewerbung nutzen
Mit einem kostenlosen Bewerberprofil laden Sie Ihren Lebenslauf im Bewerberkonto hoch und wählen ihn bei Bewerbungen über DocJob24 direkt aus.
Anschreiben
Ein Anschreiben, das zur Stelle passt.
Ein gutes Anschreiben erklärt in wenigen Absätzen, warum Sie sich für genau diese Stelle interessieren und was Sie mitbringen – ohne den Lebenslauf zu wiederholen.
- EinstiegBezug zur Stelle und Ihr Anlass, sich zu bewerben – ohne Floskel.
- QualifikationZwei bis drei Belege aus Ihrer Praxis, passend zu den Anforderungen der Anzeige.
- PassungWarum diese Einrichtung: Fachbereich, Arbeitsweise, Team oder Einarbeitung.
- AbschlussEintrittstermin, falls verlangt die Gehaltsvorstellung, und Ihr Gesprächswunsch.
Umfang: höchstens eine Seite, drei bis vier Absätze. Absender, Empfänger, Datum und Betreff stehen wie in einem Geschäftsbrief.
Besser formulieren
„Hiermit bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle.“
„Ihre Anzeige für die Intensivstation spricht mich an, weil ich nach drei Jahren auf der IMC gezielt in die Intensivpflege wechseln möchte.“
Bezug und Motivation stehen im ersten Satz.
„Ich bin teamfähig, belastbar und flexibel.“
„Auf meiner Station arbeite ich im Drei-Schicht-System und übernehme regelmäßig die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen.“
Ein Beleg ersetzt drei Eigenschaften.
„Ich habe Erfahrung in der Abrechnung.“
„Die Quartalsabrechnung nach EBM bereite ich seit zwei Jahren eigenständig vor, die Privatabrechnung nach GOÄ gehört ebenfalls zu meinen Aufgaben.“
Konkrete Verfahren zeigen Ihr tatsächliches Können.
„Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen.“
„Gern stelle ich mich Ihnen persönlich vor – auch ein Probearbeitstag in Ihrer Praxis ist für mich gut möglich.“
Aktiv formuliert und mit konkretem Angebot.
Anschreiben-Baukasten
Gliederung mit Formulierungsvorschlägen erstellen
Der Baukasten setzt Textbausteine nach festen Regeln zusammen. Er erzeugt einen Entwurf mit Platzhaltern, den Sie mit eigenen Beispielen füllen. Ihre Eingaben werden nicht gespeichert.
Ersetzen Sie alle Angaben in [eckigen Klammern] durch eigene Inhalte. Ein Entwurf ersetzt nicht Ihre persönlichen Beispiele.
Der Baukasten benötigt JavaScript. Nutzen Sie alternativ den Aufbau in vier Schritten oben.
Typische Fehler im Anschreiben
- Floskeln statt Inhalt: „Hiermit bewerbe ich mich“ oder „teamfähig und belastbar“ ohne Beispiel.
- Lebenslauf in Satzform: Stationen nacherzählen, statt die passenden hervorzuheben.
- Falsche Einrichtung oder Ansprechperson: Reste aus einer früheren Bewerbung.
- Zu lang: mehr als eine Seite oder sehr lange Absätze.
- Kein Bezug zur Anzeige: Anforderungen werden nicht aufgegriffen.
- Rechtschreibfehler: besonders bei Namen, Fachbegriffen und der Anrede.
Ohne Anschreiben
Bewerben ohne Anschreiben – worauf es dann ankommt.
Viele Stellenanzeigen ermöglichen eine Bewerbung ohne Anschreiben, etwa als Kurzbewerbung oder über ein Online-Formular. Dann tragen Lebenslauf und Nachweise die Bewerbung allein.
- Kurzprofil an den AnfangZwei bis drei Sätze oben im Lebenslauf: Beruf, Schwerpunkt und welche Stelle Sie suchen.
- Kurze Nachricht, wo möglichGibt es ein Nachrichtenfeld oder schreiben Sie eine E-Mail, genügen zwei bis drei Sätze mit Bezug zur Stelle.
- Nachweise vollständigOhne Anschreiben fallen fehlende Unterlagen stärker auf. Halten Sie Urkunde, Zeugnisse und Zertifikate bereit.
- Beruf und Qualifikation
- Berufserfahrung und Kenntnisse
- Lebenslauf.pdf
Name und Kontaktdaten sieht ein Arbeitgeber erst mit Ihrer Bewerbung.
Vorstellungsgespräch
Typische Fragen gezielt üben.
Im Gesundheitswesen geht es im Gespräch neben Ihrer Erfahrung oft um Teamarbeit, Belastung und Dienstmodelle. Beantworten Sie jede Frage zuerst laut für sich – dann zeigt der Tipp eine mögliche Struktur.
Motivation
„Erzählen Sie etwas über sich.“
Warum gefragt wird: Der Einstieg zeigt, ob Sie Ihren Werdegang auf den Punkt bringen.
Antworttipp anzeigen
- Heute: aktuelle Tätigkeit und Ihr Schwerpunkt
- Bisher: zwei, drei prägende Stationen oder Qualifikationen
- Als Nächstes: warum diese Stelle der passende Schritt ist
„Ich bin Medizinische Fachangestellte in einer Hausarztpraxis und dort vor allem für Labor und Impfmanagement zuständig. 2022 habe ich die VERAH-Fortbildung abgeschlossen. Jetzt möchte ich in der Betreuung chronisch kranker Patientinnen und Patienten mehr Verantwortung übernehmen.“
Motivation
„Warum möchten Sie bei uns arbeiten?“
Warum gefragt wird: Gefragt ist, ob Sie sich mit der Einrichtung beschäftigt haben.
Antworttipp anzeigen
- Merkmal: etwas Konkretes über die Einrichtung, etwa Schwerpunkt oder Einarbeitung
- Bezug: wie es zu Ihrer Erfahrung passt
- Ziel: was Sie dort erreichen möchten
„Ihre Station hat einen kardiologischen Schwerpunkt, in dem ich seit drei Jahren arbeite. Mich spricht außerdem Ihr Einarbeitungskonzept mit fester Praxisanleitung an.“
Wechsel
„Warum möchten Sie Ihre jetzige Stelle verlassen?“
Warum gefragt wird: Arbeitgeber möchten verstehen, ob Ihre Erwartungen zur Stelle passen.
Antworttipp anzeigen
- Sachlich: keine Kritik am bisherigen Arbeitgeber
- Nach vorn: was Sie suchen, nicht was Sie stört
- Passend: Bezug zum Angebot der neuen Stelle
„Ich habe in meiner jetzigen Stelle viel gelernt. Ich möchte mich aber auf die Intensivpflege spezialisieren – und Ihr Haus bietet dafür die Fachweiterbildung.“
Fachlich
„Beschreiben Sie eine schwierige Situation mit einer Patientin oder einem Patienten.“
Warum gefragt wird: Es geht um Ihr Vorgehen unter Druck und Ihren Umgang mit Menschen.
Antworttipp anzeigen
- Situation: kurz und ohne personenbezogene Details
- Ihr Vorgehen: was Sie konkret getan haben
- Ergebnis: wie es ausging und was Sie mitnehmen
„Ein Angehöriger war wegen langer Wartezeit sehr aufgebracht. Ich habe ihn in einen ruhigen Raum gebeten, den Ablauf erklärt und eine realistische Zeit genannt. Danach war das Gespräch sachlich – seitdem informiere ich Wartende früher.“
Fachlich
„Wie gehen Sie mit Fehlern um?“
Warum gefragt wird: Patientensicherheit hängt von einer offenen Fehlerkultur ab.
Antworttipp anzeigen
- Offenheit: Fehler sofort ansprechen und dokumentieren
- Ursache: gemeinsam klären, nicht Schuldige suchen
- Verbesserung: Abläufe anpassen, etwa über ein Meldesystem
„Wenn mir ein Fehler auffällt, spreche ich ihn sofort an. In meiner Klinik nutzen wir ein anonymes Meldesystem – daraus leiten wir im Team Verbesserungen ab, zuletzt bei der Übergabe.“
Team und Belastung
„Wie gehen Sie mit hoher Arbeitsbelastung um?“
Warum gefragt wird: Personalengpässe und volle Sprechstunden gehören vielerorts zum Alltag.
Antworttipp anzeigen
- Strategie: Prioritäten setzen, früh absprechen
- Beispiel: eine konkrete Situation
- Grenzen: wann Sie die Leitung einbeziehen
„In vollen Diensten priorisiere ich nach Dringlichkeit und spreche zu Schichtbeginn ab, wer welche Aufgaben übernimmt. Wird es dauerhaft zu viel, spreche ich das bei der Stationsleitung an.“
Team und Belastung
„Wie stehen Sie zu Schicht-, Wochenend- oder Bereitschaftsdiensten?“
Warum gefragt wird: Dienstmodelle müssen zu Ihnen und zum Team passen.
Antworttipp anzeigen
- Ehrlich: sagen, was möglich ist und was nicht
- Konkret: Bedingungen nennen, etwa Anzahl der Nachtdienste
- Rückfrage: wie der Dienstplan entsteht
„Früh- und Spätdienste sind gut möglich, Nachtdienste bis zu zweimal im Monat. Wie weit im Voraus wird bei Ihnen der Dienstplan erstellt?“
Team und Belastung
„Wie arbeiten Sie mit anderen Berufsgruppen zusammen?“
Warum gefragt wird: Behandlung gelingt nur, wenn Medizin, Pflege und Therapie sich abstimmen.
Antworttipp anzeigen
- Beispiel: eine konkrete Abstimmung im Alltag
- Ihr Beitrag: was Sie eingebracht haben
- Ergebnis: was es für die Patientinnen und Patienten bewirkt hat
„In der Reha stimme ich Behandlungsziele in der Teambesprechung mit Ärztin und Pflege ab. So passen Übungen und Mobilisation auf der Station zusammen.“
Gehalt
„Wie sind Ihre Gehaltsvorstellungen?“
Warum gefragt wird: Arbeitgeber prüfen, ob Ihre Erwartung zu Budget oder Tarif passt.
Antworttipp anzeigen
- Mit Tarif: nach Eingruppierung und Anrechnung der Berufsjahre fragen
- Ohne Tarif: einen konkreten Bruttobetrag für Vollzeit nennen
- Begründung: Erfahrung, Qualifikation und Aufgaben
„Mit meiner Erfahrung und der Weiterbildung zur Praxisanleitung stelle ich mir rund [Betrag] Euro brutto im Monat in Vollzeit vor. Gilt bei Ihnen ein Tarifvertrag?“
Abschluss
„Haben Sie noch Fragen an uns?“
Warum gefragt wird: Eigene Fragen zeigen Interesse – und helfen Ihnen bei der Entscheidung.
Antworttipp anzeigen
- Vorbereitet: zwei bis drei Fragen notieren
- Konkret: Einarbeitung, Team, Dienstplanung, Weiterbildung
- Nächster Schritt: nach Hospitation oder Probearbeitstag fragen
„Wie sieht die Einarbeitung in den ersten Wochen aus, und gibt es eine feste Ansprechperson?“
So üben Sie
- Frage lesenÜberlegen Sie kurz, welches Beispiel aus Ihrer Praxis passt.
- Laut antwortenSprechen Sie ein bis zwei Minuten – am besten vor einer zweiten Person.
- Tipp vergleichenPrüfen Sie Struktur und Beispiel und passen Sie Ihre Antwort an.
Gehaltsvorstellung
Realistisch und begründet
Geben Sie eine Gehaltsvorstellung nur an, wenn die Anzeige danach fragt – im Gespräch sollten Sie eine Zahl parat haben.
Gehalt für Ihren Beruf berechnen→- Tarif prüfenViele Kliniken, Pflegeeinrichtungen und kirchliche Träger zahlen nach Tarif oder Arbeitsvertragsrichtlinien. Dann geht es um Eingruppierung und Stufe – fragen Sie, wie Ihre Berufsjahre angerechnet werden.
- Betrag recherchierenOhne Tarifbindung nennen Sie einen konkreten Bruttobetrag. Orientierung geben Tarifwerte und Statistiken, zum Beispiel im Gehaltsrechner.
- Klar formulierenNennen Sie ein Bruttomonats- oder Bruttojahresgehalt bezogen auf Vollzeit – bei Teilzeit zusätzlich Ihre Wochenstunden.
In Praxen ist ein Probearbeitstag verbreitet, in Kliniken eine Hospitation. Klären Sie vorab Dauer, Ablauf und Arbeitskleidung – und nutzen Sie den Tag, um Team und Abläufe kennenzulernen.
Ihre Situation
Bewerben nach Situation und Arbeitgeber.
Wer nach der Ausbildung startet, den Bereich wechselt oder nach einer Pause zurückkehrt, setzt andere Schwerpunkte. Auch Klinik, Praxis und Pflegeeinrichtung achten auf Unterschiedliches.
Nach Ausbildung oder Studium
Ohne lange Berufserfahrung zeigen Praxiseinsätze, was Sie können. Arbeitgeber achten beim Einstieg besonders auf Lernbereitschaft und eine gute Einarbeitung.
- Stellen Sie Praxiseinsätze wie Berufserfahrung dar: Einrichtung, Fachbereich, Dauer und Ihre Tätigkeiten.
- Nennen Sie Ihren Abschluss mit Datum. Steht die Prüfung noch aus, geben Sie den voraussichtlichen Termin an.
- Ärztinnen und Ärzte führen Praktisches Jahr und Famulaturen mit Fachgebiet auf.
- Fragen Sie im Gespräch nach Einarbeitung und Praxisanleitung – für den Einstieg entscheidend.
Wechsel innerhalb des Gesundheitswesens
Von der Station in die Praxis, von der Klinik in die ambulante Versorgung oder in einen neuen Fachbereich: Zeigen Sie, was Sie mitnehmen und was Sie sich aneignen werden.
- Benennen Sie übertragbare Kompetenzen, etwa Notfallmanagement, Dokumentation oder Patientenkommunikation.
- Sprechen Sie fehlende Kenntnisse offen an und zeigen Sie, wie Sie sie erwerben – über Einarbeitung oder Fortbildung.
- Formulieren Sie Ihren Wechselgrund sachlich und nach vorn gerichtet.
- Prüfen Sie, ob für den neuen Bereich eine Weiterbildung üblich ist.
Wiedereinstieg nach einer Pause
Nach Elternzeit, Pflege von Angehörigen oder einer anderen Unterbrechung zählt vor allem, dass Sie fachlich anknüpfen können.
- Benennen Sie die Pause in einer Zeile – ohne Rechtfertigung.
- Zeigen Sie, wie Sie fachlich auf dem Laufenden geblieben sind: Fortbildungen, Auffrischungskurse oder eine Hospitation.
- Klären Sie Ihren Arbeitszeitwunsch früh, zum Beispiel Teilzeit oder feste Dienste.
- Fragen Sie im Gespräch, wie die Einarbeitung für Rückkehrende aussieht.
Mit Berufsabschluss aus dem Ausland
Für reglementierte Berufe – etwa in Pflege, Therapie oder Medizin – setzt die Arbeit im Beruf eine Anerkennung beziehungsweise Erlaubnis voraus. Die Einzelheiten hängen vom Beruf und vom Bundesland ab.
- Nennen Sie im Lebenslauf den Stand Ihres Anerkennungsverfahrens, etwa „Anerkennung beantragt im März 2026“.
- Geben Sie Ihre Deutschkenntnisse mit Niveau und Zertifikat an.
- Achten Sie in Stellenanzeigen auf Hinweise, ob der Arbeitgeber das Anerkennungsverfahren begleitet.
Portal „Anerkennung in Deutschland“ (öffnet in neuem Tab)Förderung für Anpassungsqualifizierungen→
Klinik, Praxis, MVZ oder Pflege: was sich unterscheidet
| Arbeitgeber | Bewerbungsweg | Darauf wird geachtet | Tipp |
|---|---|---|---|
| Krankenhaus und Klinik | Häufig über ein Bewerbungsportal oder per E-Mail an die Personalabteilung, oft mit Kennziffer. | Fachbereich, Bereitschaft für das Dienstmodell, vollständige Nachweise. | Nennen Sie die gewünschte Station oder Abteilung und fragen Sie nach einer Hospitation. |
| Arztpraxis und MVZ | Oft direkt per E-Mail an Praxisinhaber oder Praxismanagement, manchmal telefonisch. | Abrechnung, Praxissoftware, Organisation und Umgang mit Patientinnen und Patienten. | Ein Probearbeitstag ist verbreitet – sprechen Sie ihn aktiv an. |
| Pflegeeinrichtung und ambulanter Dienst | Per E-Mail, Formular oder im persönlichen Kontakt; kurze Wege zur Leitung. | Dienstbereitschaft, Pflegedokumentation, im ambulanten Dienst der Führerschein. | Fragen Sie nach Wohnbereich oder Tourenplanung und nach der Einarbeitung. |
| Therapiepraxis und Reha | Per E-Mail an die Praxisleitung oder über das Karriereportal der Klinik. | Zertifikate, Behandlungsschwerpunkte, Behandlungstakt und Dokumentation. | Nennen Sie Zertifikate mit Jahr und fragen Sie nach dem Fortbildungsbudget. |
Nach Beruf
Worauf es in Ihrem Beruf ankommt.
Allgemeine Tipps reichen selten. Hier sehen Sie, welche Angaben Arbeitgeber in Ihrem Berufsfeld besonders beachten – und worüber im Gespräch häufig gesprochen wird.
Pflegefachkräfte und Pflegefachassistenz
In Ihre Unterlagen
- Berufsbezeichnung laut Urkunde, etwa Pflegefachfrau, Gesundheits- und Krankenpfleger oder Altenpflegerin
- Fachbereiche und Versorgungsformen mit Zeitraum, etwa Intensivstation, Geriatrie oder ambulante Pflege
- Fachweiterbildungen und Zusatzqualifikationen, etwa Praxisanleitung oder Wundexpertise
- Dokumentationssysteme und Expertenstandards, mit denen Sie arbeiten
Häufig im Gespräch
- Umgang mit Personalengpässen und Prioritäten im Dienst
- Dienstmodelle, Wunschdienste und Dienstplanung
- Einarbeitung und Praxisanleitung
Gut zu wissen
Seit 2020 führt die generalistische Ausbildung zur Berufsbezeichnung Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Ältere Abschlüsse bleiben gültig – nennen Sie die Bezeichnung aus Ihrer Urkunde.
Berufsprofil Pflegefachfrau und Pflegefachmann→Stellen in der Pflege→
Medizinische Fachangestellte (MFA)
In Ihre Unterlagen
- Praxisform, Fachrichtung und Größe, etwa Hausarztpraxis, Orthopädie oder MVZ
- Medizinische Assistenz konkret: Blutentnahme, EKG, Lungenfunktion, Impfungen, Wundversorgung
- Abrechnung nach EBM und GOÄ sowie die Praxisverwaltungssoftware, die Sie kennen
- Fortbildungen wie VERAH, NäPa oder Fachwirt/in für ambulante medizinische Versorgung
Häufig im Gespräch
- Volles Wartezimmer, Telefon und Empfang gleichzeitig
- Erfahrung mit Abrechnung und Terminorganisation
- Probearbeitstag in der Praxis
Gut zu wissen
Seit 2006 heißt der Ausbildungsberuf Medizinische Fachangestellte, zuvor Arzthelferin. Mit älterem Abschluss können Sie beide Bezeichnungen nennen.
Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA)
In Ihre Unterlagen
- Assistenzbereiche: Chirurgie und Implantologie, Prophylaxe, Kieferorthopädie
- Kenntnisse im Strahlenschutz mit Datum der letzten Aktualisierung
- Abrechnung nach BEMA und GOZ, Praxissoftware
- Aufstiegsfortbildungen wie ZMP, ZMF, ZMV oder Dentalhygiene
Häufig im Gespräch
- Bei welchen Behandlungen Sie assistiert haben
- Hygiene und Aufbereitung von Medizinprodukten
- Erfahrung mit Abrechnung und Patientenbetreuung
Gut zu wissen
Aufstiegsfortbildungen erweitern die Aufgaben deutlich. Nennen Sie sie mit Abschlussjahr und Schwerpunkt.
Ärztinnen und Ärzte
In Ihre Unterlagen
- Approbation oder Berufserlaubnis mit Datum
- Weiterbildungsstand: angestrebte Facharztbezeichnung, absolvierte Zeit, Rotationen
- Zusatzbezeichnungen, Fachkunden und Kurse, etwa im Strahlenschutz
- Untersuchungs- und Behandlungsverfahren, die Sie selbstständig durchführen
Häufig im Gespräch
- Struktur der Weiterbildung und Rotation
- Dienstmodell und Bereitschaftsdienste
- Einarbeitung und Supervision
Gut zu wissen
Für Ihre Facharztweiterbildung zählt die Weiterbildungsbefugnis der Weiterbildenden. Fragen Sie, für welchen Zeitraum sie besteht.
Berufsprofil Ärztin und Arzt→Facharztweiterbildung→Stellen für Ärztinnen und Ärzte→
Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie
In Ihre Unterlagen
- Schwerpunkte, etwa Orthopädie, Neurologie, Pädiatrie oder Geriatrie
- Zertifikatsfortbildungen mit Jahr, etwa Manuelle Therapie, Manuelle Lymphdrainage oder Bobath
- Behandlungsumfeld: Praxis, Klinik, Reha, Hausbesuche
- Führerschein, wenn Hausbesuche dazugehören
Häufig im Gespräch
- Behandlungstakt und Dokumentation
- Fortbildungsbudget und Freistellung
- Hausbesuche und Arbeitszeiten
Gut zu wissen
Bestimmte Leistungen wie Manuelle Therapie oder Lymphdrainage dürfen nur mit entsprechender Weiterbildung abgerechnet werden. Praxen achten deshalb genau auf Zertifikate.
Physiotherapie→Ergotherapie→Logopädie→Stellen in der Therapie→
Labor, Radiologie und Funktionsdiagnostik
In Ihre Unterlagen
- Fachrichtung: Laboratoriumsanalytik, Radiologie oder Funktionsdiagnostik
- Geräte und Verfahren, mit denen Sie gearbeitet haben, etwa CT, MRT, EKG oder Analysesysteme
- Qualitätssicherung im Labor und Strahlenschutz in der Radiologie
- Bereitschafts- und Wochenenddienste, die Sie übernommen haben
Häufig im Gespräch
- Erfahrung mit bestimmten Verfahren und Geräten
- Bereitschaftsdienste und Arbeitszeiten
- Einarbeitung an neuen Geräten
Gut zu wissen
Seit 2023 heißen die Berufe Medizinische Technologin oder Medizinischer Technologe. Abschlüsse als MTA bleiben gültig – Sie können beide Bezeichnungen nennen.
Laboratoriumsanalytik→Radiologie→Funktionsdiagnostik→Stellen in der Medizinischen Technologie→
Weitere Berufe mit Aufgaben, Ausbildung und Gehalt finden Sie im Berufsverzeichnis.
Nächster Schritt
Unterlagen bereit? Dann passende Stellen finden.
DocJob24 führt ausschließlich Stellen aus Medizin, Pflege und Therapie. Mit einem Bewerberprofil bewerben Sie sich bei Stellen auf DocJob24 mit einem Klick.
- Lebenslauf hinterlegenIm Bewerberkonto hochladen und bei Bewerbungen direkt auswählen
- Gehalt berechnenMedian und Tarifwerte für Ihren Beruf und Ihr Bundesland
- Gesundheitsberufe entdeckenAufgaben, Weiterbildung und Perspektiven im Berufsverzeichnis
- Arbeitgeber kennenlernenKliniken, Praxen und Einrichtungen im Arbeitgeberverzeichnis
Häufige Fragen
Häufige Fragen zur Bewerbung im Gesundheitswesen
Brauche ich für eine Bewerbung in der Pflege ein Anschreiben?
Das hängt von der Stellenanzeige ab. Viele Einrichtungen ermöglichen Kurzbewerbungen oder Bewerbungen über ein Online-Formular. Wird ein Anschreiben verlangt, sollte es kurz sein und den Bezug zur Stelle zeigen. Bei Stellen auf DocJob24 bewerben Sie sich mit Ihrem Bewerberprofil – ein Anschreiben ist dafür nicht nötig.
Muss ich ein Foto in den Lebenslauf einfügen?
Nein. Ein Bewerbungsfoto ist freiwillig. Wenn Sie eines verwenden, sollte es aktuell und professionell sein.
Welche Unterlagen gehören zu einer vollständigen Bewerbung?
In der Regel der Lebenslauf, gegebenenfalls ein Anschreiben, das Abschlusszeugnis oder die Berufsurkunde, Arbeitszeugnisse sowie Nachweise über Fort- und Weiterbildungen. Bei reglementierten Berufen gehört die Erlaubnis zur Berufsausübung dazu, etwa die Approbation oder die Urkunde über die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung. Was genau verlangt wird, steht in der Stellenanzeige.
Wie lang darf ein Lebenslauf sein?
Ein bis zwei Seiten sind üblich. Bei langer Berufserfahrung oder vielen Weiterbildungen kann es mehr sein – entscheidend ist, dass die wichtigsten Stationen sofort erkennbar sind.
Wie erkläre ich Lücken im Lebenslauf?
Kurz und sachlich, zum Beispiel mit Elternzeit, Pflege von Angehörigen, Weiterbildung oder beruflicher Neuorientierung. Gesundheitliche Details müssen Sie nicht angeben.
Soll ich eine Gehaltsvorstellung angeben?
Nur, wenn die Stellenanzeige danach fragt. Bei Arbeitgebern mit Tarifvertrag ergibt sich das Gehalt meist aus Eingruppierung und Stufe. Orientierung bietet der Gehaltsrechner für Gesundheitsberufe.
Was sagt der Punktwert im Bewerbungs-Check aus?
Er zeigt, wie viele Punkte Ihrer Checkliste erledigt sind. Jeder Punkt zählt gleich: erledigt ein Punkt, teilweise ein halber. Der Wert bewertet nicht Ihre Qualifikation und sagt nichts darüber aus, ob ein Arbeitgeber Sie einlädt oder einstellt.
Werden meine Angaben im Check oder im Baukasten gespeichert?
Nein. Check und Baukasten arbeiten vollständig in Ihrem Browser. Ihre Antworten und Texte werden weder gespeichert noch übertragen und sind nach dem Neuladen der Seite gelöscht.
Die Bewerbungshilfe gibt allgemeine Hinweise. Maßgeblich sind die Anforderungen der jeweiligen Stellenanzeige. Bei Fragen zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse informieren die zuständigen Stellen.