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Berufsprofil · Therapie

Masseurin und medizinische Bademeisterin / Masseur und medizinischer Bademeister. Aufgaben, Ausbildung, Gehalt.

Masseurinnen und Masseure und medizinische Bademeister behandeln mit Massagen, Lymphdrainage, Bädern sowie Wärme-, Kälte- und Elektrotherapie – meist auf ärztliche Verordnung in Praxen, Reha- und Kureinrichtungen. Der Beruf wird in einem zweijährigen Lehrgang an einer Berufsfachschule mit staatlicher Prüfung und einer anschließenden sechsmonatigen praktischen Tätigkeit erlernt.

Ausbildung
2,5 Jahre, schulisch2 Jahre Schule, 6 Monate Praxis
Zugang
Hauptschulabschlussoder einjährige Berufsausbildung
Abschluss
Staatliche PrüfungErlaubnis zur Berufsbezeichnung (MPhG)
Kosten
Schulgeld je nach Landkeine gesetzliche Vergütung
Mittleres Entgelt
3.167 €brutto im Monat, Vollzeit, Ende 2025
Aufstieg
Physiotherapie in 18 Monatenverkürzte Ausbildung, § 12 MPhG

Stand: 22. Oktober 2026 · alle Angaben mit Quellen

Masseur knetet mit beiden Händen die Wadenmuskulatur eines auf einem Handtuch liegenden Patienten

Überblick

Der Beruf im Überblick

Physikalische Therapie mit Händen, Wasser, Wärme, Kälte und Strom – in Praxis, Reha, Kur und Klinik.

Masseurinnen und medizinische Bademeisterinnen sowie Masseure und medizinische Bademeister wenden physikalische Therapie an: Massagen, Lymphdrainage, Bäder, Packungen, Wärme- und Kälteanwendungen, Elektro- und Inhalationstherapie sowie unterstützende Übungsbehandlungen. Das Gesetz beschreibt als Ausbildungsziel, durch physikalische Therapie in Prävention, kurativer Medizin, Rehabilitation und Kurwesen zur Heilung und Linderung, zur Verbesserung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit, zu gesundheitsförderndem Verhalten und zum Kurerfolg beizutragen. [1]

Rechtsgrundlage ist das Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG) von 1994, das beide Berufe in der Physiotherapie regelt; die Einzelheiten von Ausbildung und Prüfung stehen in der MB-APrV. Die Berufsbezeichnung darf nur mit staatlicher Erlaubnis geführt werden; wer sie unbefugt führt, handelt ordnungswidrig und kann mit einer Geldbuße bis zu 2.500 € belegt werden. [1, 2] Wer eine Erlaubnis als Masseurin oder Masseur nach dem früheren Recht besitzt, darf diese Bezeichnung weiter führen. [1]

Typische Einsatzorte

  • Praxen für Physiotherapie und Massage, einschließlich eigener Praxis mit Kassenzulassung
  • Rehabilitations-, Vorsorge- und Kureinrichtungen, Kurmittelhäuser und Thermalbäder
  • Krankenhäuser mit Abteilungen für physikalische Therapie
  • Pflegeeinrichtungen und Hausbesuche auf ärztliche Verordnung
  • Gesundheits-, Sport- und Wellnessbetriebe (dort meist außerhalb der Kassenversorgung)

Abgrenzung zur Physiotherapie

Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten werden drei Jahre ausgebildet [1] und arbeiten vor allem mit Krankengymnastik und Bewegungstherapie. Die Masseurausbildung ist kürzer und auf Massage-, Bäder-, Thermo- und Elektrotherapie ausgerichtet; Krankengymnastik ist kein eigenes Unterrichtsfach. [2] Wer später in die Physiotherapie wechseln möchte, kann die Ausbildung dort verkürzen (siehe Weiterbildung). [1]

Was den Beruf ausmacht

Handwerk am Gewebe

Klassische Massage, Reflexzonen- und Sonderformen der Massage machen zusammen 650 der 2.230 Unterrichtsstunden aus. [2]

Wasser, Wärme, Strom

Hydro-, Balneo-, Thermo- und Inhalationstherapie sowie Elektro-, Licht- und Strahlentherapie sind eigene Prüfungsfächer. [2]

Arbeiten auf Verordnung

In der gesetzlichen Krankenversicherung wird auf ärztliche Verordnung behandelt; Art und Menge der Heilmittel gibt der Heilmittelkatalog vor. [3, 4]

Lymphdrainage mit Zertifikat

Manuelle Lymphdrainage dürfen Masseurinnen und Masseure abrechnen, wenn sie die vorgeschriebene Weiterbildung und eine Abrechnungsbefugnis haben. [6, 9]

Aufgaben

Aufgaben und Arbeitsalltag

Der Alltag besteht aus Serienbehandlungen nach Verordnung, Bäder- und Packungsanwendungen und Dokumentation.

Massage und manuelle Verfahren

  • Sicht- und Tastbefund erheben, Behandlung planen und dokumentieren
  • Klassische Massagetherapie, Bindegewebs-, Segment-, Periost- und Colonmassage
  • Unterwasserdruckstrahlmassage, Reflexzonentherapie, Tiefenfriktion
  • Mit Zertifikat: Manuelle Lymphdrainage und Kompressionsbandagierung

Physikalische Therapie

  • Hydrotherapie und medizinische Bäder, etwa Kneipp-Anwendungen, Kohlensäure- und Peloidbäder
  • Wärmeanwendungen wie Warmpackung oder Heiße Rolle, Kryotherapie
  • Elektrotherapie, Ultraschall, Iontophorese, hydroelektrische Bäder wie das Stangerbad
  • Inhalationstherapie und Übungsbehandlung im Rahmen der physikalischen Therapie

Quellen: Ausbildungsinhalte nach Anlage 1 MB-APrV [2]; Leistungsbeschreibung Physiotherapie [6]

Arbeitsumgebung und Arbeitszeit

Gearbeitet wird in Behandlungskabinen, Bäder- und Packungsabteilungen, Bewegungsbädern sowie bei Hausbesuchen. In Praxen gibt der Terminplan den Takt vor: Der GKV-Vertrag sieht für die klassische Massagetherapie eine Regelbehandlungszeit von 15 bis 20 Minuten vor, für die Bindegewebsmassage 20 bis 30 Minuten und für die Lymphdrainage 30, 45 oder 60 Minuten. [7] In Reha- und Kureinrichtungen sind Früh- und Spätdienste sowie Arbeit am Wochenende verbreitet.

Zusammenarbeit

Masseurinnen und Masseure arbeiten eng mit verordnenden Ärztinnen und Ärzten, mit Physiotherapie, Ergotherapie und Pflege zusammen. In Rehabilitation und Kur sind sie Teil interprofessioneller Behandlungsteams; in Praxen ergänzen ihre Leistungen häufig die krankengymnastische Behandlung.

Belastungen

Massagen und Lagerung sind körperlich fordernd, besonders für Hände, Arme und Rücken. In Bäderabteilungen kommen Wärme und Feuchtigkeit hinzu. Hinzu kommen eng getaktete Termine, Dokumentation und der Umgang mit Schmerz und chronischen Erkrankungen.

Unterschiede nach Einsatzbereich

Ambulante Praxis
Massage, Wärme- und Kältetherapie, Elektrotherapie und Lymphdrainage auf Verordnung, häufig bei Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden sowie Lymphödemen; Abrechnung nach den GKV-Verträgen. [4, 5]
Rehabilitation und Kur
Serienbehandlungen mit Bädern, Packungen und Massagen, oft in größeren Bäder- und Therapieabteilungen; die Kur ist ausdrücklich Teil des gesetzlichen Ausbildungsziels. [1]
Krankenhaus
Physikalische Therapie für stationäre Patientinnen und Patienten, etwa Lymphdrainage nach Operationen oder Elektrotherapie, in Abstimmung mit Physiotherapie und Stationsteam.
Gesundheits- und Wellnessbereich
Massagen ohne ärztliche Verordnung als Selbstzahlerleistung; hier gelten die Regeln der Kassenverträge nicht.

Was Masseurinnen und Masseure dürfen – und was nicht

Die Erlaubnis nach dem MPhG berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung. [1] Zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung wird auf ärztliche Verordnung behandelt; welche Heilmittel bei welcher Diagnose in Betracht kommen, regelt die Heilmittel-Richtlinie mit dem Heilmittelkatalog. [3, 4] Dort sind Massagen bei Wirbelsäulenerkrankungen ein vorrangiges Heilmittel, Wärme-, Kälte- und Elektrotherapie ergänzende Heilmittel; innerhalb der orientierenden Behandlungsmenge von bis zu 18 Einheiten sind höchstens 12 Einheiten Massagetherapie vorgesehen. [4]

Zertifikatsleistungen: Manuelle Lymphdrainage dürfen Masseurinnen und Masseure nur mit anerkannter Weiterbildung und Abrechnungsbefugnis der Krankenkassen abrechnen. Manuelle Therapie, gerätegestützte Krankengymnastik und KG-ZNS setzen dagegen ausdrücklich eine Qualifikation in der Physiotherapie voraus. [6, 9]

Ausbildung

Ausbildung und Prüfung

Zwei Jahre Berufsfachschule mit staatlicher Prüfung, danach sechs Monate praktische Tätigkeit – geregelt im MPhG und in der MB-APrV.

Rechtsgrundlage
Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG) vom 26.05.1994 und Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Masseure und medizinische Bademeister (MB-APrV). [1, 2]
Dauer und Umfang
Zweijähriger Lehrgang mit mindestens 2.230 Stunden theoretischem und praktischem Unterricht und 800 Stunden praktischer Ausbildung, danach sechs Monate praktische Tätigkeit – insgesamt 2,5 Jahre. [1, 2]
Lernorte
Staatlich anerkannte Schulen; die praktische Ausbildung findet in Krankenhäusern oder anderen geeigneten medizinischen Einrichtungen an Patientinnen und Patienten statt. Selbstgesteuertes Lernen und E-Learning können in angemessenem Umfang einbezogen werden. [1, 2]
Zuständige Stelle
Geprüft wird vor einem staatlichen Prüfungsausschuss an der Schule; die Erlaubnis erteilt die zuständige Behörde des Landes. [1, 2]
Abschluss
Staatliche Prüfung, Nachweis der praktischen Tätigkeit und anschließend die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung. Voraussetzung sind außerdem Zuverlässigkeit, gesundheitliche Eignung und ausreichende Deutschkenntnisse (§ 2 MPhG). [1]

Ausbildungsinhalte

Rund die Hälfte des Unterrichts entfällt auf die therapeutischen Verfahren, den größten Einzelblock bildet die spezielle Krankheitslehre. Zur Sonderform der Massagetherapie gehören unter anderem Manuelle Lymphdrainage und komplexe physikalische Entstauungstherapie, Unterwasserdruckstrahlmassage, Sportmassage und Fußreflexzonentherapie. [2]

  • Spezielle Krankheitslehre360 Std.
  • Klassische Massagetherapie300 Std.
  • Anatomie240 Std.
  • Sonderformen der Massagetherapie200 Std.
  • Reflexzonentherapie150 Std.
  • Übungsbehandlung150 Std.
  • Elektro-, Licht- und Strahlentherapie150 Std.
  • Hydro-, Balneo-, Thermo- und Inhalationstherapie150 Std.
  • Physiologie90 Std.
Größte Unterrichtsfächer nach Anlage 1 MB-APrV (insgesamt 2.230 Stunden, davon 100 Stunden zur Verteilung). Quelle: MB-APrV [2]

Die 800 Stunden praktische Ausbildung verteilen sich auf sechs Bereiche: klassische Massagetherapie, Reflexzonentherapie, Sonderformen der Massagetherapie, Übungsbehandlung, Elektro-, Licht- und Strahlentherapie sowie Hydro-, Balneo-, Thermo- und Inhalationstherapie. [2]

Staatliche Prüfung und praktische Tätigkeit

  1. Schriftlicher Teil

    An zwei Tagen je eine Aufsichtsarbeit in zwei Fächergruppen: Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde, Psychologie/Pädagogik/Soziologie und Spezielle Krankheitslehre (120 Minuten) sowie Prävention und Rehabilitation, Physiologie, Klassische Massagetherapie und Reflexzonentherapie (180 Minuten). [2]

  2. Mündlicher Teil

    Anatomie und Spezielle Krankheitslehre, einzeln oder in Gruppen bis zu fünf Personen, je Fach höchstens 30 Minuten. [2]

  3. Praktischer Teil

    Fallbezogene Prüfung in zwei Fächergruppen – Befundtechniken und Massageverfahren sowie Übungsbehandlung, Elektro- und Hydro-/Balneo-/Thermotherapie –, je Fach höchstens 20 Minuten, dazu eine Behandlung einer Patientin oder eines Patienten mit Befund und Behandlungsvorschlag von höchstens 60 Minuten. [2]

  4. Praktische Tätigkeit

    Nach bestandener Prüfung folgen sechs Monate unter Aufsicht in einem dafür ermächtigten Krankenhaus oder einer anderen geeigneten medizinischen Einrichtung; sie soll innerhalb eines Jahres nach der Prüfung beginnen. Die Aufsicht führt eine Masseurin oder ein Masseur, ersatzweise eine Physiotherapeutin oder ein Physiotherapeut. [1, 2]

  5. Erlaubnis

    Mit der Bescheinigung über die praktische Tätigkeit wird die Erlaubnis bei der Landesbehörde beantragt. Nicht bestandene Prüfungsteile können einmal wiederholt werden, bei praktischen Teilen nach einer zusätzlichen Ausbildung von höchstens einem Jahr. [1, 2]

Zugangsvoraussetzungen

Gesetzlich verlangt § 5 MPhG die gesundheitliche Eignung sowie einen Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens einjähriger Dauer. [1] In der Praxis wählen die Schulen ihre Bewerberinnen und Bewerber selbst aus; ein ärztliches Attest zur gesundheitlichen Eignung wird in der Regel verlangt.

Anrechnung und Unterbrechungen

  • Ferien werden auf die Lehrgangsdauer angerechnet, ebenso Unterbrechungen etwa durch Krankheit oder Schwangerschaft bis zu acht Wochen. [1]
  • Andere Ausbildungen können auf Antrag im Umfang ihrer Gleichwertigkeit angerechnet werden. [1]
  • Eine gesetzliche Teilzeitregelung für den Masseurlehrgang enthält das MPhG nicht; ob eine Schule Teilzeitmodelle anbietet, ist bei der Schule zu erfragen. [1]

Schulgeld

Masseurschulen gibt es in öffentlicher und privater Trägerschaft. Ein bundesweites Verbot von Schulgeld gibt es nicht; ob Kosten anfallen, hängt vom Träger und vom Landesprogramm ab. [13] Zwei Beispiele, in denen Masseurinnen und Masseure ausdrücklich genannt werden:

Beispiele für Landesregelungen zum Schulgeld, die die Masseurausbildung ausdrücklich erfassen
LandRegelungBefristung / Stand
Schleswig-HolsteinSchulgeldfreie Ausbildung, Landesförderung für 300 Schulplätze pro Ausbildungsjahr in Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie sowie für Masseure und medizinische Bademeister [13]seit 01.01.2019; Stand Februar 2024 [13]
Baden-WürttembergZuschuss für Schulen in freier Trägerschaft von höchstens 40 € (Ersatzschulen) bzw. 140 € (Ergänzungsschulen) je Schülerin oder Schüler und Monat zur Senkung des Schulgelds; Masseurausbildung ausdrücklich erfasst [14]Verwaltungsvorschrift tritt am 31.12.2026 außer Kraft [14]

Lassen Sie sich die Kosten für die gesamte Ausbildungsdauer vor Vertragsabschluss schriftlich bestätigen und fragen Sie bei befristeten Förderprogrammen nach der Regelung für das zweite Ausbildungsjahr.

Ausbildungsvergütung

Das MPhG sieht keinen Anspruch auf Ausbildungsvergütung vor. [1] Auch der Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD) nennt bei den Ausbildungen nach dem MPhG nur die Physiotherapie; für sie beträgt das Ausbildungsentgelt ab 01.05.2026 monatlich 1.365,24 € im ersten bis 1.522,03 € im dritten Jahr. [12] Für die Masseurausbildung gibt es keinen vergleichbaren Tarifanspruch. Ob und in welcher Höhe die sechsmonatige praktische Tätigkeit vergütet wird, regelt das Gesetz nicht; das hängt von der Einrichtung ab. [1]

Reform der Berufe in der Physiotherapie: Stand Oktober 2026

Das MPhG von 1994 gilt unverändert fort. Die Bundesregierung bezeichnete das Gesetz Ende 2024 als nicht mehr zeitgemäß; ein Referentenentwurf für ein Physiotherapieberufereformgesetz befand sich damals „seit längerer Zeit“ in der Abstimmung. [21] Der Entwurf von Dezember 2023 sah neben einer hochschulischen eine berufsfachschulische Ausbildung vor, die mindestens dieselben Aufgaben abdecken sollte wie die bisherigen Berufe in der Physiotherapie. [22] Das Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen sprach sich 2023 für eine modernisierte, kompetenzorientierte Berufsfachschulausbildung für Masseurinnen und Masseure aus, bei vollständig hochschulischer Physiotherapie. Der Koalitionsvertrag von 2025 kündigt eine Reform der Berufsgesetze an und lehnt eine ausschließliche Vollakademisierung ab. [23]

Wie der Beruf Masseur und medizinischer Bademeister in einer Neuregelung ausgestaltet wird, ist damit offen. Ein neuer Gesetzentwurf lag bis Redaktionsschluss (22.10.2026) nach unserer Recherche nicht vor. Bis zu einer Neuregelung gelten Ausbildung, Prüfung und Zugang wie oben beschrieben.

Gehalt

Gehalt und Verdienstmöglichkeiten

Kliniken zahlen häufig nach Tarif, Praxen orientieren sich an den GKV-Preisen; der Entgeltatlas zeigt das tatsächliche mittlere Entgelt.

3.167 €
Median laut BA
brutto im Monat, Vollzeit, inkl. Sonderzahlungen, Physiotherapie auf Fachkraftniveau, Stichtag 31.12.2025
2.542–4.045 €
Mittlere Hälfte
unteres bis oberes Quartil, Vollzeit, Ende 2025
21,63 €
GKV-Preis Massage
Klassische Massagetherapie, 15–20 Minuten, Praxisumsatz je Einheit ab 01.01.2026

Quellen: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit [15]; Vergütungsvereinbarung Physiotherapie ab 01.01.2026 [7]

Was die Statistik zeigt

Der Entgeltatlas weist für die Berufsgattung 81712 – Berufe in der Physiotherapie auf dem Anforderungsniveau Fachkraft – zum 31.12.2025 ein mittleres Bruttomonatsentgelt (Median) in Vollzeit von 3.167 € aus. Ein Viertel verdiente weniger als 2.542 €, ein Viertel mehr als 4.045 €. Grundlage sind 7.395 sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte ohne Auszubildende. [15] Die letzte Ziffer des Codes bezeichnet das Anforderungsniveau; Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sind der Spezialistenebene 81713 zugeordnet, für die der Median bei 3.452 € lag. [18, 17, 15] Zum Vergleich: Über alle Berufe lag der Median bei 4.217 €. [16]

Angestellt in Klinik, Reha und Kur

In Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen richtet sich das Gehalt häufig nach Tarifverträgen oder kirchlichen Arbeitsvertragsrichtlinien. Die Entgeltordnung zum TVöD (VKA) führt Masseurinnen und Masseure und medizinische Bademeisterinnen und Bademeister in einem eigenen Unterabschnitt der Gesundheitsberufe; die Entgeltgruppe ergibt sich aus den dort beschriebenen Tätigkeitsmerkmalen. [19] Maßgeblich ist der Arbeitsvertrag – fragen Sie bei Bewerbungen nach Tarifbindung, Entgeltgruppe und Stufe.

Angestellt in der Praxis

In Praxen wird das Gehalt in der Regel frei vereinbart. Wirtschaftliche Grundlage sind die Preise, die der GKV-Spitzenverband mit den Verbänden der Physiotherapie vereinbart; zum 1. Januar 2026 stiegen sie um 2,49 Prozent. [24] Die Preise gelten bundesweit; die Vergütungsliste unterscheidet nicht danach, welche Berufsgruppe die Leistung erbringt. [7]

GKV-Vergütung je Behandlungseinheit für typische Leistungen der physikalischen Therapie ab 01.01.2026 (bundesweit)
LeistungRegelbehandlungszeitPreis
Klassische Massagetherapie15–20 Min.21,63 €
Bindegewebsmassage20–30 Min.25,98 €
Unterwasserdruckstrahlmassage15–20 Min.33,75 €
Manuelle Lymphdrainage, Teilbehandlung (Zertifikat)30 Min.35,97 €
Manuelle Lymphdrainage, Großbehandlung (Zertifikat)45 Min.53,94 €
Manuelle Lymphdrainage, Ganzbehandlung (Zertifikat)60 Min.71,94 €
Warmpackung20–30 Min.16,16 €
Kältetherapie5–10 Min.11,95 €
Elektrotherapie10–20 Min.8,43 €
Hydroelektrisches Vollbad (z. B. Stangerbad)10–20 Min.27,61 €
Vollbad mit Peloiden15–45 Min.55,39 €

Preise je Einheit; die Vereinbarung ist frühestens zum 31.12.2026 kündbar und gilt bis zu einer Neuregelung weiter. Quelle: Anlage 2 zum Vertrag nach § 125 Abs. 1 SGB V [7]

Preise sind kein Stundenlohn

Die GKV-Preise sind Umsätze der Praxis je Behandlungseinheit, aus denen Personal, Räume, Geräte, Verwaltung und Ausfallzeiten bezahlt werden. Der Vertrag sieht vor, dass Praxisinhaberinnen und -inhaber Vergütungsanhebungen soweit möglich in angemessener Höhe an angestellte Therapeutinnen und Therapeuten weitergeben sollen; ein Anspruch auf ein bestimmtes Gehalt folgt daraus nicht. [5] Ab 2027 sind Preissteigerungen in der Heilmittelversorgung durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz wieder an die Grundlohnsumme gebunden. [25]

Was das Gehalt beeinflusst

  • Lymphdrainage-Zertifikat: Lymphdrainage-Einheiten sind länger und je Einheit deutlich höher vergütet als eine klassische Massage, etwa 53,94 € für 45 Minuten [7]
  • Arbeitgeber und Tarif: tarifgebundene Klinik, Reha- und Kureinrichtung oder Praxis
  • Region: Die GKV-Preise sind bundesweit einheitlich, Gehälter und Lebenshaltungskosten nicht [7]
  • Arbeitszeit: Teilzeit ist verbreitet, das Entgelt sinkt anteilig
  • Verantwortung: Leitung einer Bäderabteilung, fachliche Leitung oder eigene Praxis mit Kassenzulassung

Weiterbildung

Karriere und Weiterbildung

Lymphdrainage-Zertifikat, verkürzte Physiotherapieausbildung, Leitung oder eigene Praxis sind die wichtigsten Wege.

Manuelle Lymphdrainage und Entstauungstherapie

Die wichtigste abrechnungsrelevante Weiterbildung ist die Manuelle Lymphdrainage bzw. Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE). Masseurinnen und Masseure sind ausdrücklich zugelassen. Seit dem 1. Juni 2026 umfasst die Weiterbildung mindestens 140 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten, davon 8 Einheiten ärztlicher Unterricht, und endet mit einer schriftlichen und einer praktischen Prüfung. [9] Bisher waren mindestens 170 Stunden vorgeschrieben. [6] Die neuen Regeln sind spätestens ab dem 1. Juni 2027 verbindlich; Weiterbildungen nach altem Recht, die vorher beginnen, werden anerkannt, wenn sie bis zum 31. Mai 2031 abgeschlossen sind, und bestehende Zertifikate und Abrechnungserlaubnisse gelten weiter. [9] Abgerechnet werden darf erst nach Erteilung der personenbezogenen Abrechnungsbefugnis. [5]

Was rechtlich zählt

Für die Abrechnung mit den Krankenkassen zählt nur eine Weiterbildung nach Anlage 7 des Physiotherapievertrags. Manuelle Therapie und gerätegestützte Krankengymnastik setzen eine Qualifikation als Physiotherapeutin, Physiotherapeut, Krankengymnastin oder Krankengymnast voraus und stehen Masseurinnen und Masseuren nicht offen. [9] Andere Kurse, etwa in Sportmassage oder Fußreflexzonentherapie, vertiefen Inhalte der Ausbildung, begründen aber keine eigene Kassenleistung. [2, 6]

Weg in die Physiotherapie

Wer die Masseurprüfung bestanden hat oder die Berufsbezeichnung führen darf, kann die dreijährige Physiotherapieausbildung auf Antrag auf 18 Monate verkürzen, in Teilzeit mit 2.100 Stunden. Nach mindestens fünf Jahren Berufstätigkeit als Masseurin oder Masseur sind 12 Monate möglich, in Teilzeit mit 1.400 Stunden. Der theoretische Unterricht kann teilweise als Fernunterricht stattfinden; die verkürzte Ausbildung endet mit einer staatlichen Prüfung (§ 12 MPhG). [1] Damit ist der Masseurberuf auch eine Stufe auf dem Weg zur Physiotherapie. Ob Schulgeld anfällt, richtet sich nach den Regeln für die Physiotherapieschulen des jeweiligen Landes.

Fortbildung in der eigenen Praxis

Zugelassene Praxisinhaberinnen und -inhaber bzw. fachliche Leitungen im Rahmen des Physiotherapievertrags müssen in vier Jahren 60 Fortbildungspunkte nachweisen, möglichst 15 pro Jahr; ein Punkt entspricht 45 Minuten. Fehlen Punkte, setzt die Krankenkasse eine Nachfrist von zwölf Monaten. [10]

Leitung und Selbstständigkeit

Mit Erfahrung übernehmen Masseurinnen und Masseure die Leitung einer Bäder- oder physikalischen Abteilung oder machen sich selbstständig. Für die Kassenzulassung verlangt § 124 SGB V die Berufserlaubnis, eine zweckmäßige Praxisausstattung und die Anerkennung der Bundesverträge; die Zulassung erteilt eine Arbeitsgemeinschaft der Landesverbände der Krankenkassen und der Ersatzkassen. [11] Masseurinnen und Masseure und medizinische Bademeister sind ausdrücklich zulassungsfähig. Die Praxis braucht mindestens 23 m² Therapiefläche mit einem Behandlungsbereich von 15 m² und einem von 8 m², eine lichte Raumhöhe von 2,40 m und unter anderem zwei höhenverstellbare Behandlungsliegen sowie Geräte für Wärme- und Kältetherapie. Arbeiten in der Praxis ausschließlich Masseurinnen und Masseure, ist zusätzlich ein separater Arbeitsbereich für die Aufbereitung von Wärmepackungen vorzuhalten. [8] Für Bäder und Unterwasserdruckstrahlmassage gelten weitere Ausstattungsanforderungen, etwa eine Spezialwanne mit mindestens 600 Litern. [8]

Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt und Jobchancen

Eine kleine Berufsgruppe im Umfeld der Physiotherapie; belastbare Engpasswerte gibt es nur für die Spezialistenebene.

7.395
Vollzeitbeschäftigte
Physiotherapie auf Fachkraftniveau (KldB 81712), sozialversicherungspflichtig, ohne Teilzeit, Ende 2025
62.793
zum Vergleich: Spezialistenebene
Vollzeitbeschäftigte Physiotherapie (KldB 81713), Ende 2025
2,8
Engpass-Punktwert Physiotherapie
nur Spezialistenebene ausgewiesen; ab 2,0 Engpassberuf, Engpassanalyse 2025

Quellen: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit [15]; Fachkräfteengpassanalyse 2025 der BA [20]

Kleine Berufsgruppe neben der Physiotherapie

Die Entgeltstatistik zählt Ende 2025 rund 7.400 sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte in der Physiotherapie auf Fachkraftniveau, gegenüber knapp 63.000 auf Spezialistenebene. [15] Teilzeitkräfte, geringfügig Beschäftigte und Selbstständige sind darin nicht enthalten; die tatsächliche Zahl der Berufsangehörigen ist deshalb höher. Eine amtliche Gesamtzahl der Masseurinnen und Masseure konnten wir nicht ermitteln.

Engpass – was belegt ist

In der Fachkräfteengpassanalyse 2025 der Bundesagentur für Arbeit (veröffentlicht im Mai 2026) gelten Berufe ab einem Gesamtwert von 2,0 Punkten als Engpassberufe; insgesamt weist die Analyse 157 Engpassberufe aus. Die Berufe in der Physiotherapie auf Spezialistenebene erreichen 2,8 Punkte und gehören zu den zehn beschäftigungsstärksten Engpassberufen dieser Ebene. Für die Fachkraftebene, der Masseurinnen und Masseure zuzurechnen sind, nennt der Bericht keinen eigenen Wert. [20] Aussagen zum Engpassstatus des Masseurberufs lassen sich daraus nicht ableiten.

Wo Masseurinnen und Masseure gefragt sind

Arbeitgeber sind vor allem Physiotherapiepraxen, Reha- und Kureinrichtungen sowie Krankenhäuser. Im Heilmittelkatalog ist die Manuelle Lymphdrainage das vorrangige Heilmittel bei Lymphabflussstörungen einschließlich des Lipödems, mit einer orientierenden Behandlungsmenge von bis zu 30 Einheiten. [4] Mit Lymphdrainage-Zertifikat erweitern sich deshalb die Einsatzmöglichkeiten in Praxen deutlich.

Entwicklungen

  • Neue Weiterbildungsregeln: Die Lymphdrainage-Weiterbildung ist seit Juni 2026 auf 140 Unterrichtseinheiten neu gefasst. [9]
  • Vergütung unter Kostendruck: Ab 2027 sind Preissteigerungen wieder an die Grundlohnsumme gebunden. [25]
  • Berufsgesetz: Die Reform der Berufe in der Physiotherapie ist angekündigt; wie der Masseurberuf darin geregelt wird, ist offen (siehe Ausbildung). [21, 23]

Eignung

Für wen eignet sich der Beruf?

Gefragt sind körperliche Belastbarkeit, Tastgefühl und ein professioneller Umgang mit Berührung.

Interessen

  • Anatomie und Körperwahrnehmung
  • Praktische Arbeit mit den Händen
  • Arbeit mit Menschen jeden Alters, oft mit chronischen Beschwerden

Fähigkeiten im Alltag

  • Kraft, Ausdauer und gutes Tastempfinden
  • Sorgfalt im Umgang mit Wärme, Wasser und elektrischen Geräten
  • Einfühlungsvermögen und angemessener Umgang mit Nähe und Berührung
  • Strukturierte Dokumentation

Realistisch zu erwarten

  • Körperlich fordernde Tätigkeit im festen Terminraster
  • Je nach Land Schulgeld, keine gesetzliche Ausbildungsvergütung
  • Gehalt unter dem der Physiotherapie, Entwicklung über Lymphdrainage, Leitung oder Weiterqualifizierung

Ein Praktikum in einer Praxis, einer Reha-Klinik oder einem Kurbetrieb zeigt, ob die Kombination aus Körperarbeit, Patientenkontakt und Dokumentation passt. Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit unterstützt kostenfrei bei der Berufswahl.

Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit

Zugang

Zugang, Anerkennung und beruflicher Wechsel

Der Weg in den Beruf führt über die staatliche Prüfung oder die Anerkennung eines gleichwertigen Abschlusses.

Einstieg über die Ausbildung
Der reguläre Weg ist der zweijährige Lehrgang an einer staatlich anerkannten Schule mit staatlicher Prüfung, gefolgt von der sechsmonatigen praktischen Tätigkeit und der Erlaubnis. Bewerbungen richten sich direkt an die Schulen. [1]
Quereinstieg mit Vorqualifikation
Ohne Ausbildung ist der Einstieg nicht möglich, weil die Berufsbezeichnung erlaubnispflichtig ist. Eine abgeschlossene, mindestens einjährige Berufsausbildung eröffnet den Zugang auch ohne Hauptschulabschluss; gleichwertige Ausbildungen können auf Antrag angerechnet werden. [1]
Umschulung
Eine Umschulung erfolgt als reguläre Ausbildung an einer Berufsfachschule. Ob die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter sie fördert und wer das Schulgeld trägt, klären Sie vorab mit der Beratung vor Ort.
Ausländischer Abschluss
Die zuständige Landesbehörde prüft auf Antrag die Gleichwertigkeit. Bei wesentlichen Unterschieden ist ein Ausgleich nötig – je nach Herkunft durch Kenntnis- oder Eignungsprüfung oder einen Anpassungslehrgang, der bei Abschlüssen aus EU- und EWR-Staaten höchstens zweieinhalb Jahre dauert; Berufserfahrung kann Unterschiede ausgleichen. Zusätzlich sind ausreichende Deutschkenntnisse erforderlich. Staatsangehörige aus EU und EWR können vorübergehend als Dienstleistende tätig werden, wenn sie dies vorher melden. [1]
Erlaubnis nach früherem Recht
Masseurinnen und Masseure mit Erlaubnis nach dem früheren Gesetz erhalten auf Antrag die Erlaubnis als Masseur und medizinischer Bademeister, wenn sie danach mindestens zwölf Monate in einem medizinischen Badebetrieb oder einer vergleichbaren Einrichtung tätig waren. [1]

Anerkennungs-Finder „Anerkennung in Deutschland“

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Beruf

Kurz beantwortet – ausführlicher in den Abschnitten oben.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister?

Die Ausbildung dauert insgesamt 2,5 Jahre: einen zweijährigen Lehrgang an einer staatlich anerkannten Schule mit mindestens 2.230 Stunden Unterricht und 800 Stunden praktischer Ausbildung, der mit der staatlichen Prüfung endet, und anschließend sechs Monate praktische Tätigkeit in einer geeigneten Einrichtung. [1, 2]

Welchen Schulabschluss braucht man?

Gesetzlich genügt ein Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung. Alternativ reicht eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens einem Jahr. Außerdem müssen Sie gesundheitlich geeignet sein. [1]

Bekommt man eine Ausbildungsvergütung?

Einen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht, und der TVAöD erfasst nur die Physiotherapieausbildung. Je nach Land und Schule kann Schulgeld anfallen; einige Länder fördern die Ausbildung, etwa Schleswig-Holstein mit schulgeldfreien Plätzen. [1, 12, 13]

Was verdient man als Masseurin oder Masseur?

Für die Physiotherapie auf Fachkraftniveau lag der Median Ende 2025 bei 3.167 € brutto im Monat in Vollzeit; die mittlere Hälfte verdiente zwischen 2.542 € und 4.045 €. Mehr ist vor allem mit Lymphdrainage-Zertifikat, Leitungsaufgaben oder in tarifgebundenen Einrichtungen möglich. [15]

Was ist der Unterschied zum Physiotherapeuten?

Die Physiotherapieausbildung dauert drei Jahre und umfasst vor allem Krankengymnastik und Bewegungstherapie. Masseurinnen und Masseure sind auf Massage-, Bäder-, Thermo- und Elektrotherapie spezialisiert. Manuelle Therapie, gerätegestützte Krankengymnastik und KG-ZNS bleiben Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten vorbehalten. [1, 2, 9]

Dürfen Masseure Lymphdrainage abrechnen?

Ja, mit anerkannter Weiterbildung und Abrechnungsbefugnis der Krankenkassen. Seit Juni 2026 umfasst die Weiterbildung mindestens 140 Unterrichtseinheiten; bestehende Zertifikate bleiben gültig. [6, 9]

Kann man als Masseur Physiotherapeut werden?

Ja. Mit bestandener Masseurprüfung verkürzt sich die Physiotherapieausbildung auf Antrag auf 18 Monate, nach mindestens fünf Jahren Berufstätigkeit auf 12 Monate; beide Varianten sind auch in Teilzeit möglich. [1]

Wird ein ausländischer Abschluss anerkannt?

Die zuständige Landesbehörde prüft auf Antrag die Gleichwertigkeit. Unterschiede können je nach Herkunft durch eine Kenntnis- oder Eignungsprüfung oder einen Anpassungslehrgang ausgeglichen werden; ausreichende Deutschkenntnisse sind zusätzlich erforderlich. [1]

Stellenangebote

Stellen für Masseure und medizinische Bademeister bei DocJob24.

DocJob24 veröffentlicht ausschließlich Stellen aus dem Gesundheitswesen – bei geprüften Arbeitgebern.

Aktuelle Stellen für Masseurinnen und Masseure und medizinische Bademeister finden Sie in der Berufsgruppe „Therapie“. Mit einem kostenlosen Bewerberprofil können Arbeitgeber Sie außerdem direkt finden – Name und Kontaktdaten sehen sie erst, wenn Sie sich bewerben.

Verwandte Berufe im Verzeichnis

Quellen

Stand aller Angaben: 22. Oktober 2026. Maßgeblich sind die jeweils geltenden Rechtsvorschriften, Tarifverträge und Regelungen der zuständigen Stellen.

25 Quellen
  1. Gesetz über die Berufe in der Physiotherapie (Masseur- und Physiotherapeutengesetz – MPhG) vom 26.05.1994, zuletzt geändert durch Art. 8z3 des Gesetzes vom 12.12.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 359), insbesondere §§ 1–7, 12, 13a, 15, 16 und 18. Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  2. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Masseure und medizinische Bademeister (MB-APrV), insbesondere §§ 1, 5–7, 10 und Anlage 1. Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  3. Heilmittel-Richtlinie (HeilM-RL): Richtlinie über die Verordnung von Heilmitteln in der vertragsärztlichen Versorgung, zuletzt geändert am 15.05.2025, in Kraft seit 05.08.2025. Gemeinsamer Bundesausschuss, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  4. Heilmittel-Richtlinie, Zweiter Teil: Zuordnung der Heilmittel zu Indikationen (Heilmittelkatalog), Abschnitt Physiotherapie (u. a. Diagnosegruppen WS und LY). Gemeinsamer Bundesausschuss, Fassung vom 16.05.2024, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  5. Vertrag nach § 125 Absatz 1 SGB V für Physiotherapie (Lesefassung nach der Ergänzungsvereinbarung vom 04.04.2022), insbesondere §§ 3, 6 und 11. GKV-Spitzenverband und Spitzenorganisationen der Physiotherapie, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  6. Anlage 1 zum Vertrag nach § 125 Abs. 1 SGB V: Leistungsbeschreibung Physiotherapie, Lesefassung gültig ab 01.12.2024. GKV-Spitzenverband, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  7. Anlage 2 zum Vertrag nach § 125 Abs. 1 SGB V: Vergütungsvereinbarung Physiotherapie, gültig für Behandlungen ab 01.01.2026. GKV-Spitzenverband, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  8. Anlage 5 zum Vertrag nach § 125 Abs. 1 SGB V: Zulassungsvoraussetzungen Physiotherapie (u. a. Nr. 1.1 zulassungsfähige Berufsgruppen, Nr. 2 Räume, Nr. 3 und 4 Ausstattung). GKV-Spitzenverband, Fassung 21.07.2021, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  9. Anlage 7 zum Vertrag nach § 125 Abs. 1 SGB V: Weiterbildung (KG-Gerät, KPE/MLD, Manuelle Therapie), Fassung vom 13.04.2026, in Kraft seit 01.06.2026. GKV-Spitzenverband, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  10. Anlage 4 zum Vertrag nach § 125 Abs. 1 SGB V: Fortbildung (Physiotherapie). GKV-Spitzenverband, Fassung 21.07.2021, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  11. Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V), § 124 Zulassung. Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  12. Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD) – Allgemeiner Teil (§ 1 Geltungsbereich) und Besonderer Teil Pflege (§ 8 Ausbildungsentgelt), Fassung der Änderungstarifverträge Nr. 14 und Nr. 18 vom 06.04.2025. VKA und ver.di; Textfassung veröffentlicht von den Knappschaft Kliniken, Stand 01.07./01.08.2025, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  13. Schulgeldfreiheit in den Bundesländern (Übersicht). Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V. / PHYSIO-DEUTSCHLAND, Stand Februar 2024, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  14. Schulgeldreduzierung Gesundheitsfachberufe (VwVSchulRed 2023) vom 11.05.2023, außer Kraft am 31.12.2026. Förderdatenbank des Bundes, Programm des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  15. Entgeltatlas. Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 31.12.2025, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  16. Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt – Analyse zur Entgeltstatistik. Bundesagentur für Arbeit, Statistik, Oktober 2026 (Stichtag 31.12.2025), abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  17. Datenportal: Physiotherapie – Spezialist (KldB 2010: 81713). Bundesinstitut für Berufsbildung, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  18. Methodische Hinweise: Klassifikation der Berufe (KldB 2010) und Anforderungsniveau. Bundesagentur für Arbeit, Statistik, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  19. TVöD – Anlage 1 Entgeltordnung (VKA), Inhaltsübersicht Teil B Abschnitt XI (Beschäftigte in Gesundheitsberufen), u. a. Nr. 9 Masseurinnen und Masseure und medizinische Bademeisterinnen und Bademeister. Lesefassung, veröffentlicht vom dbb beamtenbund und tarifunion, 2025, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  20. Fachkräfteengpassanalyse 2025 (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt), Kapitel 1.2.6, Tabelle 8. Bundesagentur für Arbeit, Statistik/Arbeitsmarktberichterstattung, Mai 2026, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  21. Antwort der Bundesregierung: Novellierung des Masseur- und Physiotherapeutengesetzes (Drucksache 20/14431). Deutscher Bundestag, 23.12.2024, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  22. Physiotherapie soll weiterentwickelt werden (Bericht zum Referentenentwurf eines Physiotherapieberufereformgesetzes). Deutsches Ärzteblatt, 14.02.2024, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  23. Aktuelles: Stellungnahme vom 24.01.2023, Koalitionsvertrag 2025 und Positionspapier zur Reform der Berufsgesetze. Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  24. Vergütungsverhandlungen: Vergütung steigt um 2,49 Prozent. Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e.V., 24.11.2025, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
  25. „Notbremse“ GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen: Hoffnung auf nachhaltige Strukturreformen bleibt. Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e.V., Juli 2026, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle

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