Berufsprofil · Pflege
Fachpflege Onkologie. Aufgaben, Weiterbildung, Gehalt.
Fachpflegekräfte für Onkologie pflegen, beraten und begleiten Menschen mit Krebserkrankungen während Therapie, Nachsorge und in der Palliativsituation. Der Weg führt über eine Pflegeausbildung und eine berufsbegleitende Fachweiterbildung von mindestens zwei Jahren nach DKG-Empfehlung oder Landesrecht.
- Weiterbildung
- 2–5 Jahreberufsbegleitend, DKG-Empfehlung 2023
- Zugang
- Pflegeabschlussplus 6 Monate Erfahrung im Fachgebiet
- Umfang
- 720 + 1.800 Std.Theorie und praktische Weiterbildung
- Palliativ pflegen
- 160 Std.größtes Fachmodul, plus 250 Std. Praxis
- Tarif
- P 9 TVöD3.992–4.662 € brutto, ab 05/2026
- Mittleres Entgelt
- 5.057 €brutto, Vollzeit, Fachkrankenpflege, Ende 2025
Stand: 22. Oktober 2026 · alle Angaben mit Quellen

Überblick
Der Beruf im Überblick
Fachpflegekräfte für Onkologie pflegen und beraten Menschen mit Krebserkrankungen – von der Diagnose über die Therapie bis zur letzten Lebensphase.
Fachpflegekräfte für onkologische Pflege sind Pflegefachpersonen, die nach ihrer Pflegeausbildung eine berufsbegleitende Fachweiterbildung „Pflege in der Onkologie“ abgeschlossen haben. Sie begleiten Patientinnen und Patienten mit soliden Tumoren und hämatologischen Erkrankungen durch Chemo-, Immun- und Strahlentherapie, operative Behandlung und Nachsorge und übernehmen einen wesentlichen Teil der Beratung und des Symptommanagements. Die Fachweiterbildung ist eine von acht Fachweiterbildungen, die die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) in ihrer Empfehlung vom 03./04.07.2023 regelt; einige Länder haben eigene Weiterbildungsverordnungen. [1]
Die Weiterbildungsbezeichnung knüpft an den Pflegeabschluss an, zum Beispiel „Pflegefachfrau für Onkologie (DKG)“, „Fach-Gesundheits- und Krankenpfleger für Onkologie (DKG)“, „Fach-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin für Onkologie (DKG)“ oder „Fachaltenpfleger für Onkologie (DKG)“. [4] Im Klinikalltag sind auch „onkologische Fachpflegekraft“, „Fachkrankenschwester Onkologie“ oder „onkologische Fachpflegeperson“ gebräuchlich – letzteres ist der Begriff der Zertifizierungsvorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft. [8]
Typische Einsatzorte
- Hämatologisch-onkologische Stationen, Stammzell- und Knochenmarktransplantationseinheiten
- Onkologische Tageskliniken, Ambulanzen und Medizinische Versorgungszentren
- Operative Stationen mit onkologischem Schwerpunkt, etwa Viszeralchirurgie, Gynäkologie oder Urologie
- Strahlentherapie in Kliniken und Praxen
- Palliativstationen, stationäre Hospize und Teams der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV)
- Onkologische Rehabilitation, Krebsberatungsstellen und Patienteninformationszentren
Diese Bereiche entsprechen weitgehend den Pflicht- und Wahleinsätzen der praktischen Weiterbildung nach DKG. [3]
Was den Beruf ausmacht
Begleitung über lange Zeit
Viele Patientinnen und Patienten kommen über Monate zu Therapiezyklen und Kontrollen. Pflegende kennen ihre Verläufe und ihr Umfeld oft gut.
Sicherer Umgang mit Gefahrstoffen
Zytostatika und andere CMR-Arzneimittel erfordern festgelegte Schutzmaßnahmen bei Applikation, Entsorgung und Kontakt mit Ausscheidungen. [7]
Beratung und Kommunikation
Die Weiterbildung widmet eigene Moduleinheiten der onkologischen Beratung, der Patientenedukation und der Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung. [2]
Palliative Pflege als fester Bestandteil
Das größte Fachmodul der Weiterbildung, „Palliativ pflegen“, umfasst 160 Stunden – bis zur Sterbe- und Trauerbegleitung. [2]
Aufgaben
Aufgaben und Arbeitsalltag
Der Alltag verbindet Therapiebegleitung, Symptommanagement, Arbeitsschutz und Beratung.
Therapie und Symptommanagement
- Mitwirkung an medikamentösen Tumortherapien: Kontrolle von Anordnung, Patientendaten und Zubereitung, Applikation nach ärztlicher Anordnung, Überwachung
- Erkennen und Erstmaßnahmen bei Paravasaten und Unverträglichkeitsreaktionen
- Versorgung von Portsystemen und anderen zentralvenösen Zugängen
- Einschätzung und Linderung von Übelkeit, Mukositis, Fatigue, Schmerzen und Hautreaktionen
- Infektionsprophylaxe bei Neutropenie, Pflege nach Stammzelltransplantation
- Pflege nach Tumoroperationen und während der Strahlentherapie
Beratung, Organisation, Netzwerk
- Information und Schulung zu Therapie, Nebenwirkungen und Selbstmanagement
- Erhebung psychosozialer Belastung und Weiterleitung an Psychoonkologie oder Sozialdienst
- Pflegevisiten, Fallbesprechungen, Teilnahme an Tumorkonferenzen
- Überleitung in ambulante Versorgung, Rehabilitation oder Palliativversorgung
- Erstellung hausinterner Pflegestandards, Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen
Inhalte der Fachmodule F ON M I bis VI [2]; Aufgaben onkologischer Fachpflegepersonen in zertifizierten Zentren [8]
Umgang mit Zytostatika und anderen CMR-Arzneimitteln
Viele Tumortherapeutika wirken krebserzeugend, keimzellmutagen oder reproduktionstoxisch (CMR). Maßgeblich für den Arbeitsschutz sind die Gefahrstoffverordnung und die Technische Regel für Gefahrstoffe TRGS 525 „Gefahrstoffe in Einrichtungen der medizinischen Versorgung“. Die DGUV Information 207-007 „Zytostatika im Gesundheitsdienst“ (Ausgabe März 2022) erläutert diese Vorgaben für Zubereitung, Transport, Applikation und Entsorgung und richtet sich ausdrücklich auch an Pflegepersonal. [7] Wichtige Punkte für die Pflege:
- Zubereitung: Der zentralen Zubereitung, in der Regel in einer Apotheke, ist der Vorrang vor der dezentralen Zubereitung auf Station zu geben; zubereitet wird in einer Sicherheitswerkbank oder einem Isolator in einem abgetrennten Raum. [7]
- Applikation: Schutzhandschuhe mit geprüfter Permeationsbeständigkeit, Luer-Lock-Verbindungen, Überleitsysteme mit Druckausgleich und mit Trägerlösung vorgefüllte Infusionssysteme verringern die Freisetzung beim Konnektieren. [7]
- Ausscheidungen: Erbrochenes und Urin können nach Therapie erhöhte Wirkstoffmengen enthalten; zusätzliche Hygienemaßnahmen und frühzeitiger Handschuhwechsel werden empfohlen. [7]
- Entsorgung: Zytostatikaabfälle werden getrennt in eigenen Behältnissen gesammelt und verschlossen transportiert. [7]
- Unterweisung: Beschäftigte müssen mindestens jährlich unterwiesen werden. [7]
Die Fachweiterbildung behandelt diese Themen in der Moduleinheit „Mit Gefahrstoffen sicher umgehen“ (16 Stunden), einschließlich Zubereitung, Transport, Entsorgung und Paravasat. [2]
Schwangerschaft und Stillzeit
Nach § 11 Mutterschutzgesetz sollen Schwangere nicht mit Zubereitung, Applikation oder Entsorgung von Zytostatika mit den dort genannten Gefahrstoffeigenschaften betraut werden; für Stillende gelten ebenfalls Einschränkungen. [7] Arbeitgeber müssen die Gefährdung beurteilen und Tätigkeiten entsprechend anpassen. Fachpflegekräfte sollten eine Schwangerschaft deshalb frühzeitig mitteilen.
Arbeitszeit und Arbeitsumgebung
Auf Stationen wird im Schichtdienst einschließlich Nacht- und Wochenenddiensten gearbeitet. In Tageskliniken und onkologischen Ambulanzen überwiegen Tagdienste von Montag bis Freitag, weil Therapien geplant und tagsüber verabreicht werden. In SAPV-Teams ist eine 24-Stunden-Rufbereitschaft an jedem Tag der Woche vorgeschrieben. [11]
Zusammenarbeit
Onkologische Fachpflege arbeitet eng mit Ärztinnen und Ärzten der Inneren Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie, der Strahlentherapie und der operativen Fächer zusammen, außerdem mit Apotheke, Sozialdienst, Ernährungsberatung, Physiotherapie und Seelsorge. Eine besondere Schnittstelle besteht zur Psychoonkologie: In zertifizierten Zentren wird die psychosoziale Belastung systematisch gescreent; die Versorgung übernehmen Psychoonkologinnen und Psychoonkologen, etwa Psychologinnen und Psychologen oder Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen mit psychotherapeutischer Weiterbildung und DKG-anerkannter psychoonkologischer Fortbildung. [8] Pflegende sehen Belastungszeichen oft zuerst und stellen den Kontakt her.
Belastungen
Die Arbeit verlangt fachliche Sorgfalt bei Hochrisikoarzneimitteln und emotionale Stabilität im Umgang mit schweren Verläufen, Rezidiven und Tod. Die Weiterbildung greift das in der Moduleinheit „Auf sich selbst achten“ auf (Belastung, Resilienz, Psychohygiene). [2] Zertifizierte Zentren müssen kollegiale Beratung oder Supervision für Pflegende anbieten. [8]
Was Fachpflegekräfte dürfen – und was nicht
Die Fachweiterbildung ist keine eigene Berufserlaubnis. Indikation und Verordnung einer Tumortherapie bleiben ärztliche Aufgabe; die Applikation durch Pflegefachpersonen erfolgt auf ärztliche Anordnung im Rahmen der Delegation. Welche Schritte – etwa Portpunktion oder Anhängen von Zytostatika an liegende Zugänge – übertragen werden, regeln Klinik und Dienstanweisungen. Vorbehalten sind Pflegefachpersonen die Steuerung des Pflegeprozesses; seit dem 01.01.2026 können sie zudem heilkundliche Aufgaben eigenverantwortlich übernehmen, soweit sie die dafür vorgesehenen Kompetenzen nachweisen (§§ 4, 4a PflBG). [14]
Weiterbildung
Fachweiterbildung: Zugang, Aufbau, Prüfung
Die Fachweiterbildung Pflege in der Onkologie dauert berufsbegleitend mindestens zwei Jahre und endet mit einer praktischen und mündlichen Prüfung.
- Grundlage
- DKG-Empfehlung zur pflegerischen Fachweiterbildung vom 03./04.07.2023 (Fachgebiet „Pflege in der Onkologie“) oder landesrechtliche Weiterbildungsregelung [1]
- Dauer
- berufsbegleitend mindestens zwei, höchstens fünf Jahre [1]
- Umfang
- mindestens 720 Stunden Theorie (à 45 Minuten) und mindestens 1.800 Stunden praktische Weiterbildung (à 60 Minuten) [1]
Zugangsvoraussetzungen
Nach § 4 der DKG-Empfehlung wird zugelassen, wer eine Erlaubnis nach dem Pflegeberufegesetz oder nach dem früheren Kranken- oder Altenpflegegesetz besitzt und danach mindestens sechs Monate in Vollzeit im Fachgebiet gearbeitet hat; bei Teilzeit entsprechend länger. Fehlen die Voraussetzungen, darf die Weiterbildung nicht beginnen. [1] Zugangsberufe sind damit Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner, Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflegende sowie Altenpflegende. [1, 4] In der Praxis wählen Kliniken die Teilnehmenden meist aus dem eigenen Personal aus und übernehmen Kosten und Freistellung, häufig mit einer Bindungsvereinbarung.
Aufbau: Basismodul und sechs Fachmodule
Wie alle DKG-Fachweiterbildungen beginnt auch die onkologische mit dem gemeinsamen Basismodul von 80 Stunden. [6] Die 640 Stunden der Fachmodule verteilen sich auf sechs Module: [2]
| Modul | Inhalt | Stunden |
|---|---|---|
| F ON M I | Im onkologischen Bereich theoriegeleitet pflegen | 100 |
| F ON M II | Im onkologischen Bereich pflegend tätig werden (u. a. Symptom- und Nebenwirkungsmanagement, Gefahrstoffe) | 100 |
| F ON M III | Im onkologischen Bereich kommunikativ pflegen (u. a. Beratung, Krankheitsbewältigung) | 100 |
| F ON M IV | Abläufe und Netzwerke verantwortlich mitgestalten | 80 |
| F ON M V | Bei der onkologischen Diagnostik und Therapie mitwirken | 100 |
| F ON M VI | Palliativ pflegen | 160 |
Summe der Fachmodule 640 Stunden, mit Basismodul 720 Stunden. Quellen: DKG, Anlage VII (Modulübersicht, Downloads gültig ab 01.05.2022) [2, 5]; Basismodul [6]
Einzelne Moduleinheiten zeigen die Schwerpunkte: „Krebs- und therapiebedingte Auswirkungen einschätzen und positiv beeinflussen“ (84 Stunden), „Onkologisch beraten“ (30 Stunden) mit Patientenedukation und gemeinsamer Entscheidungsfindung, „Die Krankheitsbewältigung kommunikativ unterstützen“ (40 Stunden) sowie „Bei der internistischen Diagnostik und Therapie mitwirken“ (60 Stunden). [2] Bis zu 25 Prozent der Theorie dürfen als nachgewiesenes selbstgesteuertes Lernen stattfinden. [1]
Praktische Weiterbildung
| Bereich | Vorgabe | Stunden |
|---|---|---|
| Internistische Onkologie | mind. zwei Einsätze, davon einer stationär (z. B. Hämatologie, Stammzelltransplantation) und einer ambulant (Ambulanz, Tagesklinik) | 500 |
| Operative Onkologie | mind. zwei Einsätze, z. B. Viszeralchirurgie, Gynäkologie, Urologie | 500 |
| Strahlentherapie | stationär oder in einer strahlentherapeutischen Praxis | 250 |
| Palliativversorgung | z. B. Palliativstation, Hospiz, SAPV-Team | 250 |
| Wahlpflichtbereiche | mind. zwei Einsätze, z. B. pädiatrische Onkologie, Rehabilitation, Krebsberatung, Psychoonkologie, Schmerztherapie, Wund- und Stomatherapie | 300 |
Stationen gelten als onkologischer Einsatzbereich, wenn sie im Durchschnitt zu mindestens 30 Prozent mit onkologischen Patientinnen und Patienten belegt sind. Quelle: DKG, Einsatzbereiche und -zeiten (Downloads gültig ab 01.05.2022) [3]
Mindestens zehn Prozent der praktischen Weiterbildung finden unter geplanter und dokumentierter Praxisanleitung statt. Die Anleitenden brauchen die Fachweiterbildung und eine Weiterbildung zur Praxisanleitung von 300 Stunden und betreuen in der Regel höchstens zehn Teilnehmende. [1] Erfüllt eine Klinik nicht alle Mindestanforderungen, etwa weil Strahlentherapie oder Palliativstation fehlen, sind Einsätze bei Kooperationspartnern nötig. [1, 5]
Prüfungen
- Modulprüfungen
Jedes Modul schließt mit einer Prüfung der Weiterbildungsstätte ab. [1]
- Praktische Leistungsnachweise
Drei benotete Nachweise in verschiedenen Pflichteinsatzbereichen, direkt an Patientinnen und Patienten, nicht in der Simulation. [1]
- Praktische Abschlussprüfung
Pflege in einer komplexen Situation im Fachbereich: Planung, Durchführung, Begründung und Evaluation, bewertet von zwei Fachprüferinnen oder Fachprüfern. [1]
- Mündliche Abschlussprüfung
Im letzten Weiterbildungsmonat, bezogen auf Basis- und Fachmodule, in der Regel rund 30 Minuten je Teilnehmerin oder Teilnehmer. [1]
DKG-Empfehlung oder Landesrecht
Die DKG-Empfehlung ist eine Regelung der Krankenhausträger, kein Gesetz. Wo ein Land eine eigene Weiterbildungsverordnung erlassen hat, gilt diese; die DKG stellt Gegenüberstellungen der Theorie- und Praxisanteile von DKG- und Landesweiterbildungen bereit. [5] Module anderer DKG-Fachweiterbildungen können auf Antrag angerechnet werden; für andere Qualifikationen muss die DKG die Gleichwertigkeit bestätigen. [1] Welche Regelung gilt, hängt vom Sitz der Weiterbildungsstätte ab.
Fassungen beachten
Die Rahmenempfehlung gilt in der Fassung vom 03./04.07.2023. [1] Modulübersicht und Einsatzbereiche stellt die DKG für die Onkologie weiterhin in der Fassung ab 01.05.2022 bereit; daneben sind ältere Unterlagen von 2019 und 2021 abrufbar. [5] Für laufende Kurse gilt die Fassung, nach der sie begonnen wurden – Auskunft gibt die Weiterbildungsstätte.
Rahmenbedingungen
Zertifizierte Krebszentren
Die Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft verlangt onkologische Fachpflege – mit Mindestzahl und festgelegten Aufgaben.
Anders als in der Intensivmedizin gibt es für onkologische Stationen keine gesetzliche Fachweiterbildungsquote. Eine verbindliche Vorgabe entsteht jedoch über die Zertifizierung: Krankenhäuser, die sich als Onkologisches Zentrum oder als Organkrebszentrum (etwa Brust-, Darm- oder Prostatakrebszentrum) von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizieren lassen, müssen die Anforderungen der jeweiligen Erhebungsbögen erfüllen. Diese werden jährlich überarbeitet; aktuell gelten die Dokumente 2026, für das Auditjahr 2027 liegen Vorschauversionen vor. [9]
| Anforderung | Inhalt |
|---|---|
| Personal | mindestens 2 Vollkräfte onkologische Fachpflege, zusätzlich im Tagdienst angestellt, namentlich benannt |
| Bereiche | in jedem Bereich, in dem onkologische Patientinnen und Patienten behandelt werden, eine nachweislich zuständige onkologische Fachpflegeperson; sonst schriftlich benannte Zuständigkeit |
| Qualifikation | Fachweiterbildung nach Landesrecht, DKG-Empfehlung oder Weiterbildungsordnung einer Pflegekammer; alternativ Bachelor Pflege mit onkologischem Schwerpunkt (Gleichwertigkeit bestätigt) oder Master Advanced Practice Nurse, jeweils plus 2 Jahre onkologische Praxis |
| Pflegevisiten | mindestens 1 Pflegevisite oder Fallbesprechung pro Monat in jedem Organkrebszentrum |
| Fortbildung | Qualifizierungsplan; mindestens 1 Tag spezifische Fort- oder Weiterbildung pro Jahr und Mitarbeitenden mit qualitätsrelevanten Aufgaben |
Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft, Erhebungsbogen Onkologische Zentren, Version N2 (Vorschau) [8]
Aufgaben der onkologischen Fachpflege im Zentrum
Der Erhebungsbogen beschreibt die Rolle genauer: kontinuierliche Information und Beratung von Patientinnen, Patienten und Angehörigen im gesamten Krankheitsverlauf, Teilnahme an Tumorkonferenzen, Entwicklung eines Pflegekonzepts mit organspezifischen Besonderheiten, Erstellung hausinterner Standards möglichst auf Basis evidenzbasierter Leitlinien, Vernetzung der Pflegenden über Qualitätszirkel und Organisation des Qualifizierungsplans. Außerdem verantworten die Fachpflegepersonen die Umsetzung der Anforderungen an Pflegekräfte, die Chemotherapie applizieren. Neue Mitarbeitende werden anhand eines onkologiespezifischen Einarbeitungskonzepts unter Beteiligung einer onkologischen Fachkraft eingearbeitet. [8]
Was das für Bewerbungen bedeutet
Für zertifizierte Zentren ist der Nachweis onkologischer Fachpflege Teil des jährlichen Audits. Stellenanzeigen nennen die Fachweiterbildung deshalb häufig als Anforderung oder bieten sie als Entwicklungsweg an. Die genannten Werte stammen aus der Vorschau für 2027; maßgeblich ist jeweils der für das Auditjahr gültige Erhebungsbogen des Zentrumstyps. [8, 9]
Palliative Care
Palliative Care und Hospiz
Palliativpflege ist Teil der onkologischen Fachweiterbildung – für SAPV-Teams und Hospize verlangen die Rahmenverträge zusätzlich eine Palliative-Care-Weiterbildung.
Ein großer Teil der Menschen in der spezialisierten Palliativversorgung hat eine fortgeschrittene Krebserkrankung. Die onkologische Fachweiterbildung enthält deshalb das Fachmodul „Palliativ pflegen“ mit 160 Stunden in vier Moduleinheiten: palliative Versorgungsstrukturen, Ethik und vorausschauende Versorgungsplanung; palliatives Symptommanagement; Sterbebegleitung einschließlich palliativer Sedierung; Begleitung Trauernder. [2] Hinzu kommt ein Praxiseinsatz von mindestens 250 Stunden in der Palliativversorgung. [3] Wer dauerhaft in SAPV oder Hospiz arbeiten will, muss jedoch die dort vertraglich festgelegten Qualifikationen erfüllen.
Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)
Versicherte mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Erkrankung bei begrenzter Lebenserwartung, die eine besonders aufwändige Versorgung benötigen, haben Anspruch auf SAPV. Sie wird ärztlich verordnet und umfasst ärztliche und pflegerische Leistungen, insbesondere zur Schmerztherapie und Symptomkontrolle, im häuslichen Umfeld (§ 37b SGB V). [10] Erbracht wird sie von interdisziplinären SAPV-Teams auf Grundlage eines bundesweiten Rahmenvertrags zwischen GKV-Spitzenverband und Leistungserbringerverbänden. [12]
| Regelung | Palliative-Care-Qualifikation | Erfahrung / Funktion |
|---|---|---|
| SAPV-Rahmenvertrag (26.10.2022), § 7 | Fort- oder Weiterbildung von mind. 160 Zeitstunden: mind. 160 Unterrichtseinheiten (120 Zeitstunden) plus mind. 40 Stunden Praktikum in Hospiz- oder Palliativeinrichtungen | in den letzten drei Jahren Versorgung von mind. 75 Palliativpatientinnen und -patienten ambulant oder mind. ein Jahr auf einer Palliativstation |
| Hospiz-Rahmenvereinbarung (i. d. F. 18.11.2024), § 7: verantwortliche Pflegefachkraft | Palliative Care mind. 160 Unterrichtseinheiten oder vergleichbarer Abschluss; jährliche Fortbildung | mind. 3 Jahre Vollzeit-Berufserfahrung in den letzten 8 Jahren, davon 2 Jahre in Hospiz, Krankenhaus, Palliative-Care-Team oder ambulanter Pflege; Leitungsqualifikation mind. 460 Stunden oder Studium |
| Hospiz-Rahmenvereinbarung, § 7: Pflegeteam | mind. 50 Prozent der Pflegekräfte mit Palliative-Care-Weiterbildung; ebenso die Stellvertretung der Leitung | Pflege rund um die Uhr durch eine Pflegefachkraft |
Quellen: SAPV-Rahmenvertrag [11]; Rahmenvereinbarung stationäre Hospizversorgung [13]
Ein SAPV-Kernteam besteht nach dem Rahmenvertrag aus mindestens zwei Vollzeitäquivalenten qualifizierter Ärztinnen und Ärzte und vier Vollzeitäquivalenten qualifizierter Pflegefachkräfte; je eine ärztliche und eine pflegerische Person leiten das Team. [11] Stationäre Hospize haben in der Regel 8 bis 16 Plätze; für ein Hospiz mit acht Plätzen nennt die Rahmenvereinbarung als Orientierungswert 12,35 Vollzeitstellen in der Pflege. [13]
Fachmodul und Palliative-Care-Kurs
Das DKG-Fachmodul „Palliativ pflegen“ umfasst 160 Stunden à 45 Minuten, also 120 Zeitstunden. [1, 2] Der SAPV-Rahmenvertrag verlangt 160 Unterrichtseinheiten mit 120 Zeitstunden und zusätzlich ein Praktikum von mindestens 40 Stunden; die Hospiz-Rahmenvereinbarung verweist auf ein eigenes Curriculum (Anlage 1) oder einen vergleichbaren Abschluss. [11, 13] Ob die onkologische Fachweiterbildung als gleichwertig anerkannt wird, ist nicht pauschal geregelt. Klären Sie das vor einem Wechsel mit dem künftigen Arbeitgeber oder der Krankenkasse, die den Versorgungsvertrag schließt.
Gehalt
Gehalt und Verdienstmöglichkeiten
Mit abgeschlossener Fachweiterbildung und entsprechender Tätigkeit sieht der TVöD die Entgeltgruppe P 9 vor.
Quellen: Entgeltordnung VKA [15]; P-Tabelle TVöD (VKA) [16]; Entgeltatlas [17]
Gehalt berechnen: Fachpflege Onkologie nach Tarif, Bundesland und Arbeitszeit
Eingruppierung im TVöD
In kommunalen Krankenhäusern sind Pflegefachpersonen mit abgeschlossener Fachweiterbildung und entsprechender Tätigkeit in der Entgeltgruppe P 9 eingruppiert. Als Fachweiterbildung gilt nach der Protokollerklärung eine Weiterbildung nach der DKG-Empfehlung vom 29.09.2015 oder eine gleichwertige Weiterbildung. [15] Entscheidend sind der Abschluss und der Einsatz im Fachgebiet: Wer nach der Weiterbildung auf eine Station ohne onkologischen Schwerpunkt wechselt, erfüllt die Voraussetzung in der Regel nicht mehr. Ohne Fachweiterbildung gilt in der Regel P 7; für Tätigkeiten in Spezialbereichen, für die eine DKG-Fachweiterbildung vorgesehen ist, kann bei erheblich herausgehobener Schwierigkeit P 8 in Betracht kommen. [15]
| Stufe | P 8 | P 9 |
|---|---|---|
| Stufe 2 | 3.701,21 € | 3.992,39 € |
| Stufe 3 | 3.862,80 € | 4.184,40 € |
| Stufe 4 | 4.075,58 € | 4.312,38 € |
| Stufe 5 | 4.247,92 € | 4.558,59 € |
| Stufe 6 | 4.488,98 € | 4.662,42 € |
Stufe 1 ist in P 8 und P 9 nicht besetzt. Quelle: [16]
Eine fachgebietsbezogene Zulage wie die Intensivzulage sieht die Entgeltordnung für die Onkologie nicht vor. Zum Tabellenentgelt kommen je nach Einsatz Schicht- oder Wechselschichtzulagen, Zeitzuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie die Jahressonderzahlung. In Tageskliniken und Ambulanzen mit überwiegendem Tagdienst fallen Zuschläge entsprechend geringer aus. Hospize und SAPV-Teams wenden häufig kirchliche Arbeitsvertragsrichtlinien oder eigene Vergütungsregelungen an.
Was die Statistik zeigt
Die Bundesagentur für Arbeit ordnet Fachkrankenpflegekräfte – im Schlüsselverzeichnis beispielhaft „Fachkrankenschwester/-pfleger“ – der Berufsgattung 81313 zu, der Fachkrankenpflege auf Spezialistenniveau. [18] Eine eigene Gattung für die Onkologie gibt es nicht; die Werte schließen alle Fachgebiete ein, etwa auch Intensiv- und Anästhesiepflege. Der Median des Bruttomonatsentgelts lag zum 31.12.2025 bei 5.057 €; ein Viertel verdiente weniger als 4.379 €, ein Viertel mehr als 5.760 €. Grundlage sind 29.497 Vollzeitbeschäftigte. Zum Vergleich: In der Gesundheits- und Krankenpflege auf Fachkraftniveau (81302) lag der Median bei 4.587 €. [17] Über alle Berufe betrug er 4.217 €. [19]
Tarif und Statistik unterscheiden sich
Die Tariftabelle zeigt Monatswerte ohne Zulagen, Zuschläge und Sonderzahlung. Der Entgeltatlas erfasst alle sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten bundesweit einschließlich anteiliger Sonderzahlungen und Leitungsfunktionen. Beide Werte sind nicht direkt vergleichbar.
Was das Gehalt beeinflusst
- Tarif und Träger: TVöD, TV-L an Universitätskliniken, kirchliche Arbeitsvertragsrichtlinien oder Haustarife
- Abschluss und Einsatz: P 9 setzt Fachweiterbildung und entsprechende Tätigkeit voraus [15]
- Arbeitsform: Schichtdienst auf Station, Tagdienst in der Tagesklinik, Rufbereitschaft in der SAPV
- Berufserfahrung: Stufenaufstieg innerhalb der Entgeltgruppe
- Funktion: Praxisanleitung, Stations- oder Bereichsleitung, Leitung eines Hospizes
Karriere
Spezialisierung und Karriere
Nach der Fachweiterbildung führen Wege in Palliative Care, Praxisanleitung, Leitung oder ein Studium.
| Qualifikation | Schwerpunkt | Umfang |
|---|---|---|
| Palliative Care | SAPV, Palliativstation, Hospiz | 160 UE + 40 Std. Praktikum (SAPV) |
| Praxisanleitung | Anleitung in Ausbildung und Fachweiterbildung | mind. 300 Std. |
| Leitungsqualifikation | z. B. Leitung eines stationären Hospizes | mind. 460 Std. oder Studium |
| Bachelor/Master Pflege, Advanced Practice Nurse | erweiterte klinische Rolle, in Zentren als Fachpflegequalifikation anerkannt | Studium |
Quellen: SAPV-Rahmenvertrag [11]; DKG-Empfehlung [1]; Hospiz-Rahmenvereinbarung [13]; Erhebungsbogen Onkologische Zentren [8]
Praxisanleitung und Lehre
Wer Teilnehmende der Fachweiterbildung anleiten will, braucht die Fachweiterbildung und eine Weiterbildung zur Praxisanleitung von mindestens 300 Stunden. Für die Leitung einer DKG-anerkannten Weiterbildungsstätte setzt die Empfehlung unter anderem einen Masterabschluss voraus. [1]
Leitung und Studium
Mit Erfahrung führen Wege in die Leitung einer onkologischen Station, Tagesklinik oder eines Hospizes, in die Pflegedienstleitung oder in Koordinationsaufgaben in zertifizierten Zentren. Studiengänge in Pflegewissenschaft, Pflegepädagogik oder Pflegemanagement bauen auf der Fachweiterbildung auf. Ein Masterabschluss als Advanced Practice Nurse wird im Erhebungsbogen der Deutschen Krebsgesellschaft – zusammen mit zwei Jahren onkologischer Praxis – als Alternative zur Fachweiterbildung anerkannt. [8]
Andere Fachweiterbildungen
Die DKG-Empfehlung regelt acht Fachweiterbildungen, darunter Intensiv- und Anästhesiepflege, den Operationsdienst und die Psychiatrie. Module einer DKG-Fachweiterbildung können auf eine weitere angerechnet werden. [1]
Arbeitsmarkt
Arbeitsmarkt und Jobchancen
Krankenhäuser, Tageskliniken, Palliativdienste und Hospize suchen onkologisch qualifizierte Pflegefachpersonen.
Quellen: Entgeltatlas [17]; Fachkräfteengpassanalyse 2025 der BA [20]; Deutsche Krebsgesellschaft [8]
Nachfrage
In der Fachkräfteengpassanalyse 2025 der Bundesagentur für Arbeit erreichen die Pflegeberufe auf Fachkraftebene durchschnittlich 2,7 von 3 Punkten. [20] Einen eigenen Wert für die Fachkrankenpflege oder die Onkologie nennt der Bericht nicht. Zusätzliche Nachfrage entsteht durch die Zertifizierung: Onkologische Zentren müssen onkologische Fachpflegepersonen in festgelegter Zahl nachweisen und jedem onkologischen Bereich zuordnen. [8]
Wo onkologische Fachpflegekräfte arbeiten
Arbeitgeber sind vor allem Krankenhäuser mit hämatologisch-onkologischen und operativen Fachabteilungen, Universitätskliniken und zertifizierte Zentren, außerdem onkologische Schwerpunktpraxen und MVZ mit Infusionsbereich, Strahlentherapien, Rehabilitationskliniken, Palliativstationen, SAPV-Teams und stationäre Hospize. Für SAPV und Hospiz gelten die Qualifikationsvorgaben der Rahmenverträge. [11, 13]
Entwicklungen
- Zertifizierung: Die Erhebungsbögen der Deutschen Krebsgesellschaft werden jährlich fortgeschrieben; neben der Fachweiterbildung werden zunehmend akademische Qualifikationen anerkannt. [8, 9]
- Ambulantisierung: Viele Tumortherapien werden in Tageskliniken und Praxen verabreicht; die praktische Weiterbildung sieht deshalb einen ambulanten Pflichteinsatz vor. [3]
- Erweiterte Befugnisse: Mit § 4a PflBG können Pflegefachpersonen seit 2026 heilkundliche Aufgaben eigenverantwortlich übernehmen, soweit sie die Kompetenzen nachweisen. [14]
Eignung
Für wen eignet sich die Fachweiterbildung?
Die Spezialisierung passt zu Pflegefachpersonen, die Fachwissen mit Beratung und Begleitung verbinden wollen.
Interessen
- Tumorbiologie, Pharmakologie und Therapieverfahren
- Beratung und Patientenschulung
- Palliativpflege und Ethik
Fähigkeiten im Alltag
- Sorgfalt bei Hochrisikoarzneimitteln und Schutzmaßnahmen
- Gesprächsführung in schwierigen Situationen
- Beobachtungsgabe für Nebenwirkungen und Belastungszeichen
- Abgrenzung und Selbstfürsorge
Realistisch zu erwarten
- Zwei Jahre oder mehr berufsbegleitende Weiterbildung
- Einsätze in mehreren Fachbereichen, teils bei Kooperationspartnern
- Emotionale Belastung durch schwere Verläufe, aber langfristige Patientenbeziehungen
Wer noch vor der Pflegeausbildung steht, kann onkologische Stationen in Praxiseinsätzen kennenlernen; bei der Berufswahl hilft die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit. [22] Pflegefachpersonen, die die Fachweiterbildung erwägen, sammeln zunächst sechs Monate Berufserfahrung in der Onkologie und erfragen die Weiterbildungsplätze ihrer Klinik. [1]
Zugang
Zugang, Anerkennung und beruflicher Wechsel
Der Weg in die onkologische Fachpflege führt immer über einen Pflegeabschluss.
- Einstieg über die Pflegeausbildung
- Voraussetzung ist eine Erlaubnis als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann oder nach altem Recht als Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflegende bzw. Altenpflegende sowie sechs Monate Berufserfahrung im Fachgebiet. [1, 14]
- Wechsel aus anderen Fachweiterbildungen
- Module anderer DKG-Fachweiterbildungen können auf Antrag vor Beginn angerechnet werden. [1]
- Vorhandener Palliative-Care-Kurs
- Eine Anrechnung auf das Fachmodul „Palliativ pflegen“ ist nur möglich, wenn die DKG die Gleichwertigkeit bestätigt; eine Moduleinheit muss dafür vollständig abgedeckt sein. [1]
- Akademischer Weg
- Zertifizierte Zentren erkennen neben der Fachweiterbildung auch einen Bachelor in Pflege mit ausreichendem onkologischem Anteil oder einen Master als Advanced Practice Nurse an, jeweils mit zwei Jahren onkologischer Praxis. [8]
- Ausländischer Abschluss
- Zuerst ist die Anerkennung als Pflegefachperson nach dem Pflegeberufegesetz erforderlich. [14] Ob eine im Ausland erworbene onkologische Spezialisierung angerechnet wird, klären Weiterbildungsstätte, DKG bzw. Landesbehörde im Einzelfall.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zum Beruf
Kurz beantwortet – ausführlicher in den Abschnitten oben.
Wie lange dauert die Fachweiterbildung Onkologie?
Nach der DKG-Empfehlung dauert sie berufsbegleitend mindestens zwei und höchstens fünf Jahre. Sie umfasst mindestens 720 Stunden Theorie und 1.800 Stunden praktische Weiterbildung. [1]
Welche Voraussetzungen brauche ich?
Sie benötigen eine Erlaubnis als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann, Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflegende oder Altenpflegende und mindestens sechs Monate Vollzeit-Berufserfahrung im Fachgebiet. [1] Die Plätze vergeben meist die Kliniken selbst.
Wie viel verdient eine Fachpflegekraft für Onkologie?
Ist Palliative Care in der Weiterbildung enthalten?
Dürfen Fachpflegekräfte Chemotherapien verabreichen?
Die Applikation erfolgt auf ärztliche Anordnung im Rahmen der Delegation; Indikation und Verordnung bleiben ärztliche Aufgabe. Für den Arbeitsschutz gelten Gefahrstoffverordnung und TRGS 525, erläutert in der DGUV Information 207-007. [7]
Müssen Krebszentren onkologische Fachpflegekräfte beschäftigen?
Für die Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft ja. Der Erhebungsbogen für Onkologische Zentren (Vorschau 2027) verlangt mindestens zwei Vollkräfte onkologische Fachpflege im Tagdienst und eine zuständige Fachpflegeperson in jedem onkologischen Bereich. [8] Eine gesetzliche Quote gibt es nicht.
Welche Bezeichnung darf ich nach der Weiterbildung führen?
Nach DKG-Empfehlung zum Beispiel „Pflegefachfrau für Onkologie (DKG)“ oder „Fach-Gesundheits- und Krankenpfleger für Onkologie (DKG)“. [4] In Ländern mit eigener Verordnung gilt die landesrechtliche Bezeichnung.
Stellenangebote
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Verwandte Berufe im Verzeichnis
Quellen
Stand aller Angaben: 22. Oktober 2026. Maßgeblich sind die jeweils geltenden Rechtsvorschriften, Tarifverträge und Regelungen der zuständigen Stellen.
22 Quellen
- DKG-Empfehlung zur pflegerischen Fachweiterbildung, Präsidiumsbeschluss vom 03./04.07.2023 (in Kraft seit 04.07.2023); insbesondere §§ 1, 4, 5, 6, 8, 10, 11, 12 und 15. Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Anlage VII zur DKG-Empfehlung: Fachweiterbildung Pflege in der Onkologie – Fachmodule F ON M I bis VI (Modulübersicht). Deutsche Krankenhausgesellschaft, Downloads gültig ab 01.05.2022, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Einsatzbereiche und -zeiten der Fachweiterbildung Pflege in der Onkologie. Deutsche Krankenhausgesellschaft, Downloads gültig ab 01.05.2022, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Muster: Urkunde über die Erlaubnis zum Führen der Weiterbildungsbezeichnung „… für Onkologie (DKG)“. Deutsche Krankenhausgesellschaft, Downloads gültig ab 04.07.2023, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Themenseite Pflege in der Onkologie (Downloads, Gegenüberstellungen zu Landesverordnungen, Kooperationsvereinbarung). Deutsche Krankenhausgesellschaft, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Anlage I: Erläuterungen zur DKG-Empfehlung vom 14./15.03.2022 für die modularisierten pflegerischen Fachweiterbildungen. Deutsche Krankenhausgesellschaft, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- DGUV Information 207-007 „Zytostatika im Gesundheitsdienst“ (unter Berücksichtigung von GefStoffV und TRGS 525 „Gefahrstoffe in Einrichtungen der medizinischen Versorgung“). Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Ausgabe März 2022, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Erhebungsbogen für Onkologische Zentren, Version N2 (Vorschau Auditjahr 2027), Stand 17.09.2026; Kapitel 1.4 Psychoonkologie und 1.8 Pflege. Deutsche Krebsgesellschaft (Zertifizierungsprogramm), abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Zertifizierung: Erhebungsbögen und Dokumente (Dokumente 2026, Vorschau 2027). Deutsche Krebsgesellschaft, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V), § 37b Spezialisierte ambulante Palliativversorgung. Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Rahmenvertrag nach § 132d Abs. 1 Satz 1 SGB V zur Erbringung von Spezialisierter ambulanter Palliativversorgung (SAPV) vom 26.10.2022; insbesondere §§ 3 und 7. GKV-Spitzenverband und Verbände der Leistungserbringer, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) – Themenseite. GKV-Spitzenverband, Stand 27.03.2026, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Rahmenvereinbarung nach § 39a Abs. 1 Satz 4 SGB V über Art und Umfang sowie Sicherung der Qualität der stationären Hospizversorgung vom 13.03.1998 i. d. F. vom 18.11.2024 (in Kraft seit 01.01.2025); insbesondere §§ 1, 7 und 8. GKV-Spitzenverband und Spitzenorganisationen der Hospize, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Gesetz über die Pflegeberufe (Pflegeberufegesetz – PflBG) vom 17.07.2017, zuletzt geändert durch Art. 5 G v. 22.12.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 371); insbesondere §§ 1, 4 und 4a. Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- TVöD – Anlage 1 Entgeltordnung (VKA), Teil B Abschnitt XI Nr. 1 (Beschäftigte in der Pflege): Entgeltgruppen P 7 bis P 9 mit Protokollerklärungen. Lesefassung, veröffentlicht vom dbb beamtenbund und tarifunion, 2025, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Entgelttabelle Pflegedienst (P-Tabelle, TVöD VKA) ab 01.04.2025 und ab 01.05.2026. Haufe Online-Redaktion, öffentlicher Dienst (ergänzende Quelle), abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Entgeltatlas. Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 31.12.2025, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Schlüsselverzeichnis für die Angaben zur Tätigkeit 2010 (Klassifikation der Berufe 2010): „Fachkrankenschwester/-pfleger“ als Beispiel für Anforderungsniveau 3 (81313). Bundesagentur für Arbeit, Stand 02/2025, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Blickpunkt Arbeitsmarkt – Analyse zur Entgeltstatistik 2025. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Oktober 2026, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Fachkräfteengpassanalyse 2025 (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt). Bundesagentur für Arbeit, Statistik/Arbeitsmarktberichterstattung, Mai 2026, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Anerkennung in Deutschland – Anerkennungs-Finder. Bundesinstitut für Berufsbildung, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle
- Hilfe bei der Berufswahl – Angebote der Berufsberatung. Bundesagentur für Arbeit, abgerufen 22.10.2026. Zur Quelle